Stolberg - Jetzt ist sogar der Verwaltung der Geduldsfaden gerissen

Jetzt ist sogar der Verwaltung der Geduldsfaden gerissen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. „So kann das nicht weitergehen, denn dann graben wir der Innenstadt ganz das Wasser ab“: Tim Grüttemeier und Tobias Röhm zogen am Freitag erst einmal die Reißleine.

Angesichts weiterer angekündigter Vollsperrungen von setzten sich der Bürgermeister und der Technische Beigeordnete mit ihren Amtsleitern zusammen zur „Baustellen-Bilanz“.

Erste Ergebnisse: Die neu angekündigten Baustellen werden zurückgestellt, und wohl noch wichtiger ist, dass für nächste Woche Vertreter der Versorgungsunternehmen und ihre ausführenden Unternehmen ins Rathaus zum „Abstimmungsgespräch gebeten“ sind. Denn es ist die Baustelle von Enwor und Regionetz die nicht nur Autofahrern, sondern mittlerweile auch der Verwaltung die Zornesröte ins Gesicht treibt. Seit November blockieren sie die verkehrswichtigen Landesstraßen 238 und 220. Ursprünglich sollte in Zweifaller- und Finkensiefstraße nur eine Gasleitung gelegt werden, dann kamen weitere Trinkwasserleitungen hinzu. Seitdem ist das Chaos perfekt.

Rhenania- und Frankentalstraße

„Es wird immer aufgrund von Baustellen Behinderungen geben“, so Grüttemeier, aber „eine bessere Koordinierung und zeitliche Straffung ist überfällig“, sagt Röhm – zumal der avisierte Fertigstellungstermin des Enwor-Regionetz-Projektes für Anfang Mai erneut nicht eingehalten wurde.

Um den Weg in die Innenstadt, die selbst teilweise Baustelle ist, nicht noch zusätzlich zu erschweren, hat die Verwaltungsspitze erst einmal Konsequenzen gezogen.

Die ab 17. Mai angekündigte städtische Baumaßnahme im Schellerweg, die Vollsperrung des Trockenen Weihers und die geplante Verlegung von Hausanschlüssen in der Zweifaller Straße in Höhe von Haus Loh werden zurückgestellt bis zur Fertigstellung des Kreuzungsbereiches von Zweifaller- und Finkensiefstraße. „Wir bedauern dies für die betroffenen Eigentümer, aber wir müssen jetzt Prioritäten setzen“, so Grüttemeier.

Dazu gehört auch, dass die Bischofstraße ab Donnerstag wieder einspurig in Richtung Finkensief­straße befahren werden kann. „Die noch erforderlichen Restarbeiten in den Nebenanlagen können auch unter fließendem Verkehr erledigt werden“, betont Röhm. Die Modernisierung des Marienheims werd aber weiterhin für Verkehrsbehinderungen sorgen; auf die einspurige Verkehrsführung im Bereich der Baustelle könne nicht verzichtet werden.

Eine positive Nachricht gibt es auch für Bahnkunden. Die Asphaltarbeiten in der Rhenania-straße wurden am Freitag abgeschlossen. Nur Restarbeiten erfolgen noch in den Nebenanlagen, aber die Zufahrt zum Hauptbahnhof sowie den anliegenden Gewerbebetrieben sei uneingeschränkt frei.

Auch der beliebte Schleichweg zwischen Innenstadt und Donnerberg ist seit Freitagabend wieder passierbar: Die Einmündung von Frankental- und Salmstraße ist wieder für den Verkehr freigegeben.

„Im Bereich der Baustelle Bastinsweiher versuchen wir ständig, wo immer es möglich ist, Parkplätze für die Kunden der anliegenden Geschäfte provisorisch einzurichten“, erklärt der Technische Beigeordnete. „Zurzeit befinden diese sich gegenüber von Apotheke und Ärztehaus“. Zudem verweist die Verwaltung auf das öffentliche Parkplatzangebot auf dem Jordanplatz. Neben diesen Details werden sich auch die nach Pfingsten tagenden Fachausschüsse erneut mit der Baustellen-Problematik beschäftigen, kündigte der Bürgermeister an.

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