Jedes Kind soll die Chance auf Bildungsaufstieg haben

Von: Sarah Maria Berners
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Politiker zu Besuch im Helene-Weber-Haus: NRW-Minister Armin Laschet, Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt und Kreisdirektor Helmut Etschenberg (vorne v.l.) schauen bei ihrem Rundgang mit Leiterin Mechtilde Boland-Theißen (rechts) in einem Mutter-Kind-Kurs vorbei. Foto: S.M. Berners

Stolberg. „Wir haben jetzt das erste Jahr, in dem es in Deutschland mehr Menschen gibt, die über 65 Jahre alt sind, als Menschen, die unter 20 Jahre alt sind”, sagte NRW-Minister Armin Laschet.

Daher sei es wichtig, Orte zu schaffen, an denen sich verschiedene Generationen treffen und miteinander austauschen können. Ein solcher Ort ist das Café H im Helene-Weber-Haus.

„Menschen, die die Möglichkeiten der Bildung nutzen konnten, treffen hier auf Menschen, denen diese Möglichkeiten verwehrt bliebt”, erklärte Hannelore Klinkhammer-Bohl, Projektmanagerin im Helene-Weber-Haus.

Neben Armin Laschet, NRW-Minister für Generationen, Familien, Frauen und Integration, kamen der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt, und Keisdirektor Helmut Etschenberg in das Haus in der Oststraße, um sich ein Bild von der Arbeit vor Ort zu machen und um mit den Mitarbeitern über die finanzielle Zukunft des Hauses und die Zukunft der Familienbildung zu sprechen.

Das Helene-Weber-Haus bietet in der gesamten Städteregion Qualifizierungsmaßnahmen und Eltern-Kind-Kurse ebenso an, wie die Möglichkeit, im Café H miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen. Das Haus ist ein Forum für Bildung und Begegnung für die ganze Familie.

„Der Förderbedarf vieler Kinder ist hoch, aber die Eltern öffnen sich nicht immer gleich für unsere Angebote”, erklärt Pädagogin Helga Fries eine Herausforderung ihres Arbeitsalltages.

In den sogenannten niedrigschwelligen Angeboten wie dem Café H kann erster Rat gegeben werden und Austausch stattfinden. Wichtig ist für das Helene-Weber-Haus daher auch die Vernetzung, z.B. mit Kindertagesstätten.

Armin Laschet betonte, dass er sich dafür einsetzen wird, dass ein Bildungsaufstieg für jedes Kind möglich wird, egal aus welchem sozialen Milieu es kommt. „Dafür müssen wir die Eltern erreichen und stärken und auch gute Angebote für Kinder, wie beispielsweise Ganztagsangebote aus den Bereichen musischer und kultureller Bildung anbieten.” Und gerade das Erreichen der Eltern und Kinder aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, das ermöglichen beispielsweise das Helene-Weber-Haus oder die Familienzentren.

Viel Lob gab es von den CDU-Politikern, und die Mitarbeiter des Helene-Weber-Hauses sind überzeugt von der Bedeutung ihrer Arbeit für eine zukunftsfähige und gerechtere Gesellschaft. Aber die Möglichkeiten des Hauses, die Möglichkeiten Kurse anzubieten, stehen und fallen mit der Finanzierung. „Sobald ein Förderantrag bewilligt ist, müssen schon wieder die nächsten Anträge gestellt werden. Ich habe an einem Wochenende 80 Anträge unterschrieben”, verdeutlichte Helmut Heuschen, Vorsitzender des Trägervereins des Mehrgenerationenhauses. „In 2,5 Jahren läuft das Projekt aus. Wie geht es in Zukunft mit uns weiter?”, fragte Boden-Theißen.

Zusage für weitere Finanzierung

„Die Politik hat diese Zeichen der Zeit erkannt und es findet ein Umdenkungsprozess statt. Ich bin mir sicher, dass wir diese Kurzfristigkeit verlieren”, sagte Brandt . Er und Laschet sind der Meinung, dass das, was jetzt initiiert ist und gut läuft, auch fortgeführt werden müsse.

„In den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr wird der Aspekt Familienbildung eine wichtige Rolle spielen”, so Laschet. Vermutlich werde die Landesregierung in 2010 für die Familienbildung drauflegen. Und seitens des Bundestagsabgeordneten gab es eine Zusage für die weitere Finanzierung.

„Es ist ja unser gemeinsamer Wunsch, kein Kind zu verlieren, wir brauchen die Jugend, um das Land zukunftsfähig zu halten”, sagte Brandt.
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