Stolberg - Jede vierte Frau wird Opfer einer häuslichen Gewalttat

Jede vierte Frau wird Opfer einer häuslichen Gewalttat

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Stolberg. Der jährliche internationale Aktionstag „Gewalt gegen Frauen“ am Samstag, 25. November, wendet sich gegen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen.

Am 17. Dezember 1999 verabschiedeten die Vereinten Nationen die wichtige Resolution 54/134. An diesem Tag soll besonders „die Öffentlichkeit stärker für das Problem der Gewalt gegen Frauen“ sensibilisiert werden. Anlass dafür, dass dieser Aktionstag ins Leben gerufen wurde, war der „Fall Mirabal“. Die Schwestern Mirabal wurden im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Rujillo verschleppt und ermordet. 1981 wurde auf diesem Hintergrund der 25. November von südamerikanischen Frauenrechtlerinnen zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen (Dia Internacional de la No Violencia Contra la Mujer).

Die Resolution 54/134 „Internationaler Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ der Vereinten Nationen hat auch im Jahr 2017 nichts an Aktualität verloren. Noch immer wird in Deutschland jede siebte Frau Opfer einer Sexualstraftat und wird jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt.

Umso wichtiger ist, dass betroffene Mädchen und Frauen die Möglichkeit haben, sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Überörtlich gibt es seit 2013 für die Erstberatung das sogenannte Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das rund um die Uhr erreichbar ist und die Möglichkeit der Beratung in 17 Fremdsprachen bietet (Telefon 08000/116016). In der Städteregion Aachen gibt es Fachberatungsstellen, die sowohl telefonisch als auch persönlich beraten – wie z. B. die Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt „Rückhalt“ (Telefon 0241/542220).

Vielleicht sind die Angebote auch noch unter dem alten Namen „Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen“ oder „Frauennotruf“ bekannt. Dank eines Beschlusses der Landesregierung NRW wurden Fördermittel besonders für Prävention und Beratung bei sexueller Gewalt bereits im Laufe des Jahres 2016 spürbar aufgestockt. Intensive Kooperation zwischen Rückhalt und Gleichstellungsstelle der Stadt Stolberg angebahnt - Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt demnächst in der Rathausstraße in Stolberg.

Dank der finanziellen Zuwendung können sich künftig alle von sexueller Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen ab 14 Jahren aus Stolberg und dem Altkreis Aachen direkt an die demnächst neu eingerichtete Beratungsstelle „Rückhalt e.V.“ mit Sitz in der Kupferstadt Stolberg wenden. Noch müssen die neuen Räume der Beratungsstelle in der Rathausstraße fertig renoviert, eingerichtet und vor allem auch mit der erforderlichen Technik ausgestattet werden.

Daran arbeiten die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und der ehrenamtliche Vorstand des gemeinnützigen Vereins auf Hochtouren. Der Verein „Rückhalt“, so die Geschäftsführerin Frau Agnes Zilligen, wird dann ab Frühjahr 2018 vor Ort nicht nur präsent sein, sondern auch mit Kooperationspartnern vor Ort eng zusammenarbeiten wollen.

Anlässlich des Gedenktages machen die Gleichstellungsbeauftragte der Kupferstadt Stolberg Susanne Goldmann und Agnes Zilligen von „Rückhalt – Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt“ nun auf den internationalen Aktionstag am 25. November aufmerksam und möchten Mädchen und Frauen Mut zusprechen, sich Hilfe zu holen, wenn sie von Gewalt betroffen sind oder waren.

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