Stolberg - Jede Menge jecke Stimmung schon am Morgen

Jede Menge jecke Stimmung schon am Morgen

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Die Jugendgarde der Echten Frönde steuerte einen der zahlreichen gelungenen Programmpunkte aus den eigenen Reihen zu der großen Frühschoppensitzung bei. Foto: D. Müller

Stolberg. Schon als die KG Echte Frönde zur musikalischen Begleitung des Trommler- und Pfeiferkorps Mausbach pünktlich um 11.11 Uhr in das Münsterbuscher Jugendheim einmarschierte, wur­de deutlich, dass Kupferstädter Karnevalisten nicht erst am Abend zur Hochform auflaufen, sondern bereits vormittags stimmungsvoll Fastelovvend feiern können.

Dabei musste es allerdings nicht bleiben, denn Andrea Müller, die Präsidentin der Echten Frönde, führte bis in den späteren Nachmittag durch das Programm der vielfältigen großen Frühschoppensitzung der KG, die rundum gelungen war. Zunächst demons­trierte die junge Gesellschaft den hohen Stellenwert, den die Kinder- und Jugendarbeit für die Echten Frönde hat.

Starke Jugendarbeit

Kindermariechen Lea Wentzler, Solomariechen Lisa Braun, Jugendmarie Nathalie Hartmann und die Jugendgarde der KG erfreuten das gut gelaunte Publikum mit gekonnten Tänzen, für die sie mit viel Applaus belohnt wurden. Die Aufnahme des französischen Wahlstolbergers Christian Clement in die Riege der Ehrensenatoren der KG war für Ehrensenator Ferdi Gatzweiler ein guter Grund, ein „Deutschland Frankreich Alaaf“ anzustimmen, und in der Folge der abwechslungsreich gestalteten Sitzung glänzten die Echten Frönde mit weiteren Programmpunkten wie dem ansprechenden Tanz der großen Garde und dem Showtanz der „Krawallsmöhnen“, die als Squaws die Gäste im gut besuchten Jugendheim begeisterten.

Zu bewegenden Momenten kam es, als die große Marie der KG, Stefanie Müller, zum letzten Mal bei einer Sitzung der Echten Frönde auftrat. Nach ihrem beeindruckenden Tanz bereiteten die gesamte Gesellschaft inklusive der Ehrensenatoren und nicht zuletzt das Publikum der scheidenden Marie, die der KG als Trainerin erhalten bleiben wird, einen emotionalen Abschied, bei dem einige Tränen flossen.

Akrobatische Hebefiguren

Neben den gastgebenden Echten Frönden zeigten sich auch andere Kupferstädter Gruppen von ihrer besten Seite: Zunächst sorgte die Showtanzgruppe „Männer 09“ für tolle Stimmung. Die im Stolberger Karneval bereits renommierten Herren überzeugten mit akrobatischen Hebefiguren und vor allem einer ausgeklügelten wie humorvollen Choreographie.

Die Männer ließen kleine Kölschfässer fliegen und brachten Rollatoren mit auf die Bühne, vollführten mit den Gehhilfen einen witzigen Tanz im jecken Zeichen des demografischen Wandels.

Noch vor der Mittagszeit verwandelte eine Gruppe, die in dieser Session schon von sich reden machte, das Münsterbuscher Jugendheim in einen Hexenkessel: Mit seinem bunten 14-köpfigen Hofstaat marschierte das einmalige Lindenstraßen-Dreigestirn ein, und eroberte die Herzen der Narren. Prinz Ecki I. (Braun), Jungfrau Rafaela (Peters) und Bauer Ossi (Vurgun) präsentierten ihr Lied „Hey, wir sind das Dreigestirn“, und bei dem Medley aus Stimmungsliedern, das die „Drei von der Lindenstraße“ mit ihrem feiernden Hofstaat sangen, war das Publikum vollends aus dem Häuschen.

Ecki spricht mit Dollys Stimme

Prinz Ecki I. kam später unverhofft zu einem weiteren Bühnenauftritt, als der aus dem Fernsehen bekannte Eschweiler Bauchredner Peter Kerscher nicht nur seine legendäre Kuh „Dolly“ zum Sprechen brachte. Kerscher funktionierte auch den Lindenstraßen-Prinzen mal eben zu einer „Handpuppe“ um und legte ihm Worte in den Mund.

Ebenfalls viele Lacher erntete Hans Josef Küpper, der alleine eine „besondere Tanzgarde“ verkörpert. Mit den Burtscheider Lachtauben, der Prinzengilde Eschweiler-Bergrath, den Echten Fröngden Lamersdorf, der Showtanzgruppe der KG Elsspechte Vossenack und der Prinzengarde der Brander Stiere mit Bürgerprinz Thomas I. (Berger) steuerten befreundete Gesellschaften facettenreiche Programmpunkte bei.

Als Garant für Heiterkeit und Frohsinn erwies sich erneut die Band „Inde-Rebellen“, die dem Saal mit jecke Tön tüchtig einheizte, und erst nach gut fünf Stunden beendete die KG Echte Frönde das närrische Treiben ihrer sehenswerten großen Frühschoppensitzung.

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