Jecke Gäste stehen rasch auf Tischen und Stühlen

Von: mlo
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Vor dem schmucken Bühnenbild mit einem Werther Straßenzug bot die vereinseigene Showtanzgruppe „Da Jolie“ einen faszinierenden Auftritt. Foto: M.L.Otten

Stolberg-Werth. Der Abend sei nichts für Langweiler, versprach Anita Nießen, die Präsidentin und Vorsitzende der KG Adler Werth, und sie sollte Recht behalten. Auf der Kostümsitzung war am Samstagabend im Zelt hinter der alten Schule der Bär los.

Das Programm war gut durchdacht, so dass die Närrinnen und Narren in kürzester Zeit in Stimmung kamen und bald auf Stühlen und Tischen standen oder im Saal mittanzten.

Als Eisbrecher fungierten die Nothberger Fanfarentrompeter. Ihr Repertoire reichte von aktuellen Hits über Oldies und Kölsche Tön. Die Werther Präsidentin verriet am Ende, dass in Nothberg der Vatertag auch immer für Mütter veranstaltet werde und sie sich schon jetzt freue, mit ihrem Elferrat vorbeizukommen.

Mariechentanz

Dann war die eigene tanzbegeisterte Jugend dran. Vom jecken Fieber gepackt, ließ sich die zwölfjährige Cora Koch mit ihrem eindrucksvollen Mariechentanz feiern. Und auch die dreizehn Teenies konnten mit einer ausgeklügelten Vorstellung überzeugen.

Eine Musik-Clown-Comedy-Show schloss sich an. Das „Duo Firlefanz“, das viele Gesichter zeigte und einen Freudenkoffer voller Utensilien und Instrumenten mit sich führte, strapazierte kurzweilig und unterhaltsam die Lachmuskeln der Anwesenden. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier wurde in die Show miteinbezogen und war sichtlich begeistert, als er auf der Trommel spielen sollte.

Was er nicht wusste, war, dass nach einigen Schlägen - aus der Hüfte schwingend - das Instrument nicht mehr benutzbar war. Er bewies Humor und lachte einfach mit. Erstklassige Unterhaltung mit den Superhits der närrischen Zeit von den „Alpenpiraten“ dargeboten, brachte den Saal vollends zum Kochen.

Angela (Sängerin) und Heri (Akkordeon/Saxofon) gaben vom ersten Augenblick an Vollgas. Schlager der 70er und 80er Jahre wie „Anita“, „Marmorstein und Eisen bricht“ oder „Ein Bett im Kornfeld“ sangen alle mit und schwelgten in Erinnerungen. Locker und ungezwungen präsentierte sich das Männerballett „Plan B“ aus Mausbach. Zu Beginn noch im Röckchen tanzend, wurde sich auf der Bühne ruckzuck umgezogen, um dann voll ihr tänzerisches Geschick zu beweisen. Sänger Pascal Krieger, in Weisweiler aufgewachsen, jetzt aber in Hamburg lebend, war ein Junge aus dem Leben. Mit Liedern unter anderen von Costa Cordalis, Mickie Krause und den Höhnern ließ er die Herzen immer höher schlagen und bildete spontan eine große Polonaise mit den kostümierten Jecken durch den Saal.

Temporeicher Auftritt

Abgerundet wurde der Abend durch die eigene Showtanzgruppe „Da Jolie“ und deren faszinierendem Auftritt. Immer wieder gab es Neues zu sehen. Die Choreographie war temporeich und auch synchron zur Musik. Tolle Hebefiguren, Charme und Ausdruck prägten den Tanz, der mit stürmischem Beifall belohnt wurde. Zu guter letzt trat die Musikgruppe „De Kloetschköpp“ aus Wegberg auf.

Rockige Musik

Die neunköpfige Band gefiel mit rockiger Karnevalsmusik und mehrstimmigem Gesang. Bereits nach dem ersten Lied stand das Zelt Kopf und nahezu alle Besucher sangen, klatschten und schunkelten begeistert mit. Eigene Stimmungslieder und Potpourris bekannter Karnevalsschlager wechselten sich ab und zogen das Werther Publikum rasch in ihren Bann.

Zum Dank erhielten die Musiker eine der wenigen Raketen des Abends und konnten nur unter tosendem Applaus die Bühne verlassen.

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