Jahresrückblick: Besseres Image, Sturmschäden und neuer Rasen

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Zum ersten Mal war es kein Tag, sondern eine ganze Fürhjahrsputzwoche, die auch noch mit dem ersten Stolberger Frühlingsfest endete. Das ließ sich auch die Verwaltung nicht zweimal sagen. Foto: D. Müller
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Der Heimat- und Eifelverein Breinig hat gemeinsam mit dem Forstamt das erste Hotel am Schlangenberg eröffnet – eins für Insekten. Dieses soll viele verschiedene Krabbeltierchen anziehen. Foto: J. Lange
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Die Großveranstaltung „Stolberg goes Irland“ lockt mit echtem „Dublin Soul“ schon zum Auftakt mehr als 2000 Besucher auf den Kaiserplatz der Kupferstadt: Foto: D. Müller
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Luftballons in den Vereinsfarben Gelb und Blau lassen die Kinder und Jugendlichen der SG Stolberg zur Fertigstellung des Kunstrasenplatzes in den Himmel steigen. Foto: O. Hansen

Stolberg. Schnell ist es an uns vorübergezogen – das Jahr 2015. Und es hat seine Spuren hinterlassen – in der Stadt, den Menschen, der Politik und auf den Straßen. Es gab viele Gründe, um zu feiern. Aber auch viele, um wütend oder traurig zu sein.

Wir haben die Höhepunkte des Jahres 2015 für Sie in vier Teilen zusammengefasst. Dies ist unser Teil II – die Monate April bis Juni im Überblick:

30. und 31. März/1. April: In der Nacht zwischen Montag und Dienstag sowie noch bis zum Mittwoch hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun. In einem Wohnhaus an der Straße „Auf der Liester“ haben Anwohner Gasgeruch wahrgenommen. Nach Prüfung der Wehr und des Gasversorgungsunternehmens wird festgestellt, dass der Geruch aus dem Straßenkanal kommt. Es besteht Explosionsgefahr, da eine Messung ein explosionsfähiges Gas-/Luftgemisch ergeben hat. Der Bereich wird gesperrt. Nach Spülmaßnamen des Kanals normalisieren sich die Werte wieder. Ein weiteres Mal rückt die Feuerwehr aus als am Ortsausgang von Breinig Sturm „Niklas“ sein Unwesen getrieben hatte. Dort muss die Feuerwehr einen umgestürzten Baum zersägen.

1. April: Die Stolberger müssen ihre Stadt wieder lieben lernen. Damit das so kommt, hat der Stadtrat eine Medienagentur beauftragt. Christiane Lühr – auch eine gebürtige Stolbergerin – von der Agentur oecher-design soll es richten. Sie sagt, dass den Stolbergern nicht mehr bewusst ist, in was für einer tollen Stadt sie leben.

2. April: In der Stadt sind noch nicht alle Bäume erfasst. Die Verwaltung will ein umfassendes Baumschutzkataster erstellen.

3. April: Die Mitglieder des Verkehrsausschusses haben eine Entscheidung getroffen: Das Anwohnerparken im Bereich der Altstadt soll zum 1. Oktober abgeschafft werden.

6. April: Dem Bau eines Supermarktes an der L12 steht nichts mehr im Wege. Nachdem Bauausschuss und Rat dem Vorhaben- und Erschließungsplan zugestimmt haben, können der Investor und Netto als zukünftige Mieter das Projekt vorantreiben.

7. April: Tonnen von Beton fließen in den Sumpf. Mit einer Stahlkonstruktion wird derzeit die Unterführung der DB-Hauptstrecke gesichert und in die Wand eine Nische als Schutz für Arbeiter eingebaut. Dies ist der nächste Schritt für den Ringschluss der Euregiobahn.

12. April: In der Nacht von Sonntag auf Montag verunglückt ein Kradfahrer auf der L12. Der Stolberger war von Mausbach in Richtung Gressenich unterwegs, als er in einer langgezogenen Rechtskurve aus ungekannter Ursache von seiner Fahrspur nach links abkam, dort entlang schrammte, bevor das Krad in die Bankette stürzte.

15. April: 120 Kupferstädter Beschäftigte des Erziehungs- und Sozialdienstes gehen in den Arbeitskampf. Sie streiken zum Teil in Dortmund bei der landesweiten Großkundgebung, um für die Aufwertung ihrer Berufe zu kämpfen.

16. April: Blitzmarathon in Stolberg: 139 Temposünder werden von der Polizei ertappt.

17. April: In diesen Tagen ist der kleine Platz unterhalb der Burg an der Klatterstraße Kulisse für die Dreharbeiten zum Film „Smaragdgrün“. Aber im Laufe des Jahres soll er auf Initiative der SPD nach dem Retter der Stolberger Burg, Moritz Kraus, benannt werden.

17. April: Nachdem vor zwei Jahren bei der Beschaffung eines gebrauchten Feuerwehrfahrzeuges für die Löschgruppe Münsterbusch so ziemlich alles schief gelaufen war, was schief laufen kann, verbucht die Kupferstadt nun einen ersten Erfolg. Der Kaufpreis in Höhe von 81.500 Euro muss im Gegenzug zur Aushändigung des Fahrzeuges erstattet werden.

21. April: Die Kupferstädter Frühjahrskehrwoche hat begonnen. An der von der Stadtverwaltung und der Stolberger Gesellschaft für Stadtmarketing ausgerufenen Aktion beteiligen sich bereits am ersten Tag 150 Stolberger Bürger.

22. April: Menschenleer sind die Bahnsteige an den vier Haltepunkten in der Innenstadt sowie am Hauptbahnhof. Der Grund: Der siebte Warnstreik der Gewerkschaft der Lokomotivführer GDL.

23. April: Die Gressenicher wollen den Platz auf dem Kirchengelände von St. Ursula gestalten. Das Gotteshaus stehe „gequetscht“, heißt es. Das Projekt kostet etwa 22.200 Euro. Darauf muss aber erst mal gespart werden.

24. April: Ein Brand legt den Stolberger Norden kurzerhand lahm. Der Kurzschluss in einer Trafo-Anlage im Gewerbepark Hamm-Mühle löst den Ausfall der Strom-Versorgung aus.

24. April: Viele Schüler treffen sich bei der „2. Stolberger Nacht der Ausbildung“, um einen Einblick in die Berufswelt zu erhaschen. Viele Stolberger Unternehmen öffneten daher ihre Türen.

25. April: Die Premiere ist gelungen: Das Frühlingsfest rund um den Kaiserplatz bildet den Abschluss der ersten Kupferstädter Kehrwoche. Mehr als 2000 Freiwillige beteiligten sich am Reinemachen.

27. April: Zwei junge Männer aus Stolberg werden vom Landgericht Aachen zu Haftstrafen von drei Jahren und drei Jahren plus neun Monaten Haft verurteilt. Sie hatten einen Taxifahrer und einen Pizzaboten brutal ausgeraubt und mit einem Messer bedroht.

28. April: Die Aachener Polizei trainiert bei der Stolberger Feuerwehr den Umgang mit Brandgefahren. Seit 15 Jahren besteht nun schon die Kooperation zwischen der Feuerwehr der Kupferstadt und der Bereitschaftspolizei des Polizeipräsidiums Aachen.

29. April: Die Breiniger eröffnen das erste Hotel am Schlangenberg – und zwar eins für Insekten. Heimat- und Eifelverein Breinig und das Forstamt haben das zusammen auf die Beine gestellt und es liebevoll eingerichtet.

29. April: Für das Seniorenzentrum am Amselweg tun sich neue Perspektiven auf: Nach etlichen Jahren der Suche hat sich ein Käufer gefunden. Die City Projekt GmbH aus Montabaur hat die Immobilie erworben.

29. April: Stolberg soll die Kulisse für Hollywood-Filme werden. Das zumindest plant der Filmproduzent Chris G. Maier. Der amerikanische Produzent und Emmy-Award-Gewinner, Vincent De Paul, soll sich persönlich mögliche Drehorte ansehen.

30. April: Entspannung auf dem Stolberger Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit hat sich von März bis April um 51 auf 3030 Personen verringert. Das waren zugleich 215 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

3. Mai: Der neue Kunstrasenplatz der SG Stolberg wird endgültig eingeweiht. Mit zahlreichen Ehrengästen und der kompletten Jugendabteilung wird der Abschluss des 500.000 Euro teuren Projektes gefeiert.

5. Mai: Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Zufahrt aus dem Kreisel nach Mausbach wieder frei. Das Projekt hat rund 6,3 Millionen Euro gekostet.

5. Mai: Nur kurz fegte ein Sturm über die Region hinweg, dafür aber besonders heftig. In Stolberg-Dorff brach der starke Wind glatt den Maibaum im Zentrum des Ortsteils ab – und der landete dann auf einem Auto.

6. Mai: Die erste gestiftete Geschwindigkeitsmesstafel ist in Funktion: Wer von der Büsbacher St.-Hubertus-Kirche aus mit dem Auto auf der Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Markt fährt, wird kurz vor dem Montessori-Kindergarten daran erinnert, wie schnell er unterwegs ist.

9. Mai: Insgesamt 15 Stationen haben bei der sechsten Auflage der Kunstausfahrt „Art Tour de Stolberg“ im Stolberger Stadtgebiet geöffnet. Vielfältige Werke aus China, Frankreich und der Euregio werden ausgestellt.

9. Mai: Im Rittersaal werden die Sportler des Jahres 2014 ausgezeichnet. Stephanie Manfrahs und die Brüder Christian und Johannes Schmitz sind die Stolberger Sportler des Jahres.

11. Mai: Alle 19 städtischen Kitas in Stolberg bleiben geschlossen. Der Grund: der Streik der Erzieher und Erzieherinnen. Sie fordern mehr Geld und Anerkennung.

13. Mai: Pünktlich zum internationalen Tag der Pflege hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Richtfest in Süssendell gefeiert. In dem Modellprojekt sollen 80 Pflegeplätze für Senioren entstehen. Die Kosten für das Bauprojekt betragen etwa acht Millionen Euro.

13. Mai: „Faule Schweine“ – dieser Spruch wird an die Wand der städtischen Kindertagesstätte in Mausbach geschmiert. Vermutlich hat sich jemand über den Kita-Streik geärgert.

15. Mai: Für den Stadtverband der Musikvereine wird es eng. Nach einem Jahr Suche haben sie immer noch keine Bewerber für die Vorstandsämter der Interessenvertretung.

16. Mai: In Stolberg lockt das Burgritterlager viele Besucher an und versetzt sie in die Zeit des Mittelalters. Auch Kämpfe werden nach einem festen Reglement ausgefochten.

20. Mai: Das Eisenbahnbundesamt stellt einen neuen Lärmaktionsplan auf und befragt die Anwohner der Gleise. Dabei geht es darum, ob der Lärm noch erträglich ist.

19. Mai: Die Stadt Stolberg wird für die Beschäftigten des Ordnungsamtes zwei Dienstwagen anschaffen. Diesen Beschluss fasst der Hauptausschuss. Der Grund: Die Ordnungskräfte fühlen sich in ihren eigenen Wagen nicht mehr sicher.

20. Mai: Der Ausschuss folgt dem Antrag der SPD, den Mann zu ehren, der der Stadt Stolberg die Burg schenkte. Daher wird der Platz in der Klatterstraße nach Moritz Kraus benannt.

21. Mai: Eine Joggerin wird aus heiterem Himmel von einem Greifvogel angegriffen. Der Grund: Es ist Brutzeit, die Vögel verteidigen ihre Jungen.

22. Mai: Die Pläne für die gemeinsame Spielstätte von TSV Donnerberg und FC Columbia werden konkret. Daher soll am Birkengang anstelle des Aschenplatzes eine moderne Kunstrasenanlage gebaut werden.

23. Mai: Die Umfrage des Zeitungsverlages Aachen „Was bewegt Sie in Stolberg“ geht zu Ende. 15.000 Leser beteiligen sich daran. Dafür sagen wir: Danke!

24. Mai: Beim Pfingst-Trial der MSIG Gressenich geht es wieder spektakulär zu. Mehr als 100 Menschen aus ganz Europa gehen an den Start.

26. Mai: Die Stadt baut die Notbetreuung für Kinder in der Zeit der Kita-Streiks aus. Die Zahl der Plätze soll verdoppelt werden.

27. Mai: Tarifstreit bei Prym: IG Metall ruft zum Warnstreik auf. Die Mitarbeiter ziehen vom Firmensitz zum Kaiserplatz.

28. Mai: IG Metall wählt Martin Peters an die Spitze. 81,8 Prozent erreichte der bisherige Sekretär.

30. Mai: Erstmals würdigt die Kupferstadt sieben herausragende Ehrenamtler für ihr großes bürgerschaftliches Engagement.

30. Mai: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai im Vergleich zum Vormonat geringfügig um 57 auf 2973 Personen gesunken.

1. Juni: Auf der neuen Anlage des FC Stolberg in Münsterbusch wird der langersehnte Kunstrasen ausgerollt.

2. Juni: Justus Rößeler ist ein kleines Mathe-Genie. Er ist einer von zwei Kindern in der Städteregion, die beim landesweiten Mathematikwettbewerb 40 Punkte erreicht haben. Er darf zur Siegerehrung nach Dortmund fahren.

7. Juni: Ganz Breinig jubelt: Der SV Breinig schafft den Aufstieg in die Mittelrheinliga, Deutschlands fünfthöchste Fußballklasse.

8. Juni: Die Spielhallen sind der Stadt ein Dorn im Auge. Sie versucht die Zahl der sechs gemeldeten Spielhallen auf dem Stolberger Gebiet einzudämmen.

11. Juni: Im Hromadka-Haus ziehen 21 junge Flüchtlinge ein. Das Haus wurde zuvor aufwendig renoviert.

11. Juni: Die Ausstellung „Irish Green“ von Albert Borchardt ist ein gelungener Vorbote für das Kulturfestival „Stolberg goes Irland“.

12. Juni: Bei Prym werden die Tarifgespräche abgebrochen. Eine Einigung ist erst mal nicht in Sicht.

13. Juni: Das Kulturfestival „Stolberg goes Irland“ übertrifft alle Erwartungen. Tausende Neugierige strömen in die City.

15. Juni: Der Büsbacher Kunsthof wird von maskierten Männern überfallen. Mehrere Kunstwerke werden entwendet. Die Männer drohen Galeristin Angelika Kühnen mit einer Waffe.

20. Juni: Die Stolberger Firmen Dalli und Mäurer & Wirtz feiern den 170. Geburtstag mit einem rauschenden Fest. Rund 1000 Gäste schauen dem imposanten Programm zu. Mit von der Partie sind unter anderem Comedian Atze Schröder und der Pop-Titan Dieter Bohlen.

23. Juni: Das frühere Lager einer ehemaligen Möbelfirma in Mausbach dient seit Jahren als Salzlager für die Stadt. Mit Konsequenzen: Die Halle ist nämlich nicht mehr stabil genug und muss ersetzt werden.

25. Juni: Seit drei Jahren wehren sich Nachbarn des Lidl-Marktes an der Ardennenstraße gegen die Bauleitplanung. Denn: es soll zu laut sein. Das OVG lehnt den Eilantrag der Nachbarn jedoch ab.

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