Stolberg - Jahreskonzert des Stolberger Akkordeonorchesters „Harmonia“

Jahreskonzert des Stolberger Akkordeonorchesters „Harmonia“

Von: mlo
Letzte Aktualisierung:
11324042.jpg
Der Danzón Nr. 2 von Arturo Márquez war einer der Höhepunkte im ersten Teil des Harmonia-Konzertes im Kulturzentrum Frankental.

Stolberg. Bei ihrem Jahreskonzert unter dem Motto „von Tanz bis Pop“ hat sich das Erste Stolberger Akkordeonorchester „Harmonia“ selbst übertroffen. Die charmant dargebotenen Tänze unterschiedlicher Charaktere und die Songs aus der gehobenen Unterhaltungsmusik kamen beim Publikum an.

Und sie werden noch lange in Erinnerung bleiben, zumal Elmar Rißmayer eindrucksvolle Bilder zur Musik auf die hintere Wand projizieren ließ. Wie gewohnt eröffneten die Harmonia Kids & Teens den Abend mit vier Stücken. Die fortgeschritteneren Spieler überzeugten mit zwei Kompositionen von Carlo Plaum, während die Kiddy-Gruppe Traditionelles zum Besten gab. Seine Liebe zur Akkordeonmusik zeigte der talentierte Nico Marx mit „Continuing“, einer Komposition von Carlo Plaum, die das hektische Leben unserer Zeit beschreibt. Für dieses eindrucksvolle Solo erntete der junge Mann ebenfalls viel Applaus.

Das Erste Stolberger Akkordeonorchester unter Leitung von Carlo Plaum ließ sich dann mit dem gefälligen „Slawischen Tanz Nr. 1“ von Antonin Dvorak in der Bearbeitung von Adolf Götz vernehmen. Das Faible für die Urwüchsigkeit der östlichen Völker Europas arbeitete die Harmonia gekonnt heraus. Das Stück strotzte vor Vitalität. Und in den drei dalmatinischen Tänzen von Adolf Götz frei nach Liedern und Tänzen Jugoslawiens zogen die Spielerinnen und Spieler das Publikum gleichfalls in ihren Bann. Bei „Jovano, Jovanke“ handelte es sich um ein Lied aus Makedonien, „Kolo“ war ein Tanz aus Bosnien und „Brzo“ ein Serbischer Tanz.

Aus Mexiko stammt der „Danzón Nr. 2“ von Arturo Márquez, Jahrgang 1950. Er zählt zu den meist gespielten zeitgenössischen mexikanischen Musikstücken, basiert er doch auf Volksmusik aus der Region Veracruz in Mexiko. In dem Arrangement von Thomas Bauer gelang der Harmonia eine großartige Performance.Elke Hoffmann-Kittel spielte hier Klavier, das Solo-Akkordeon war Doris Engels-Schröter vorbehalten und ihr Sohn, der zwölfjährige Lukas Schröter, bediente die Pauke professionell.

Nach der Pause hatte das Ensemble um Elke Hoffmann-Kittel seinen Auftritt. Sie boten klassischen argentinischen Tango im Wechselspiel zwischen Melancholie und leidenschaftlicher Rhythmik von Angel G. Villoldo, eine Rumba vom italienischen Akkordeonspieler und Komponisten Luciano Fancelli sowie den Radio-Hit „Der Wasserfloh“ vom italienischen Superstar Angelo Branduardi. Die vielen Taktwechsel in den schwierigen und anspruchsvollen Stücken schafften sie mühelos, und das Publikum war einfach nur begeistert. Als Zugabe gab es einen eher unbekannten atypischen Piazolla-Tango.

Der letzte Auftritt gehört wieder der Harmonia. Carlo Plaum hatte die „Zuhälter Ballade“ aus Kurt Weills „Dreigroschenoper“, ein Theaterstück von Bert Brecht mit guten Musiknummern, für seine Mannschaft neu arrangiert. Herausgekommen war eine aufreizende, zündende Musik, die nicht nur den Spielern gefiel, sondern auch den Damen und Herren im total ausverkauften Saal des Kulturzentrums Frankental.

Mit einem Potpourri aus dem beliebten Zeichentrick-Klassiker „Das Dschungelbuch“ von Richard Sherman/Robert B. Sherman schlossen sie die Freunde der Akkordeon-Musik gänzlich in ihr Herz. Ob Elefantenmarsch, Affentanz oder die Gemütlichkeit des Bären Balu, alle im Saal fühlten mit dem berühmtesten Findelkind der Welt, dem kleinen Mogli im Urwald, der sich die Tiere zu Freunden machte.

Das dritte Stück im zweiten Block gehörte dem Medley mit Hits wie „Honey“, „My Life“ oder „Uptown Girl“ von Billy Joel. Klangliche Vielschichtigkeit vermischt mit feinen Nuancen zeichnete diese Bearbeitung von Hans-Günther Kölz aus, die vom Orchester mit ihrem umsichtigen Dirigenten Plaum interpretiert wurde.

Die Stimmung stieg im liebevoll hergerichteten Saal, und es gab stehende Beifallsbekundungen. So erklang als Zugabe eine Hit-Collection von Stevie Wonder.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert