Jahresbilanz: Naturpark Nordeifel hat mehr als Tourismus im Blick

Von: ch
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Stellten in Düren den Jahresbericht des Vereins „Naturpark Nordeifel“ vor: Vorsitzender Günter Schumacher, Dezernent Hans Martin Steins sowie die beiden Naturpark-Hauptamtler Alexander Sobotta und Nadine Rathofer (von links). Foto: Christoph Hahn

Stolberg/Kreis Düren. Sie sind mehr, weit mehr als eine Lobby-Organisation für eine Region: Günter Schumacher, Vorsitzender des Vereins „Naturpark Nordeifel“, in dem die Kupferstadt Mitglied ist, schiebt mit den beiden hauptamtlichen Mitarbeitern Nadine Rathofer und Alexander Sobotta zahlreiche struktur- und regionalpolitische Vorhaben wie zum Beispiel den Bau eines Dorfladens in Wollersheim mit an.

Das Mobilitätsprojekt „E-ifel“, mit dem unter anderen in Nideggen-Berg und Freilingen allgemein verfügbare Elektro-Fahrräder und Elektro-Autos etabliert werden sollen, treiben Schumacher und seine Mitstreiter ebenfalls voran. Diese und andere Fakten präsentierte das Team mit Kreisdezernent Hans-Martin Steins im Dürener Kreishaus bei der Vorstellung ihres Jahresberichts. 1960 gegründet, zu rund 50 Prozent getragen von Gebietskörperschaften wie der Städteregion Aachen, dem Kreis Düren und etwa 20 Gemeinden: So stellte der Vorsitzende seine Organisation vor.

Ein Standbein der Vereinsarbeit, die hauptsächlich mit einem aus Sicht Schumachers „geringen Beitragsaufkommen“ von 2013 79.000 Euro sowie mit Mitteln des Landes finanziert wird, stellt die Entwicklung eines sozial- und umweltverträglichen Tourismus dar.

Auf diesem Gebiet hat Alexander Sobottas Kollegin Nadine Rathofer Wegweisendes erdacht und auf den Weg der Verwirklichung gebracht. Die Zertifizierung von Gastgebern (derzeit neun) als klimafreundlich und die Einführung eines Gäste-Tickets zum 1. Januar 2014, mit dem Eifel-Besucher Verkehrsmittel in den Verbundgebieten von AVV und VRS nutzen können, sind unter anderem realisiert worden. Derweil überlegen die beiden Hauptamtler schon, wie sie erneut für die Eifel punkten können. Der „Naturpark der Generationen“, in dessen Rahmen ein Mehrgenerationen-Treffpunkt in Hergarten eröffnet wurde, soll vorangebracht und der Tourismus in der Region beispielsweise mit Oldtimerbus- und Dampfzugfahrten weiterentwickelt werden.

App zum Pflanzenfinden

Natur- und Kunstaktionen in Zusammenarbeit mit der Akademie in Heimbach sind geplant, und auch die „Pflanzenfinder-App“ für Naturfreunde mit Smartphone ist auf bestem Weg. Im Zuge der „Leader“-Förderung seitens der EU sollen ab 2015 wieder lokale und regionale Initiativen nicht zuletzt auf den Gebieten der Pflege vor Ort, der Mobilität und des Lebens der Jugend auf dem Land unterstützt werden.

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