Stolberg - Jägerschaft Aachen: Informationskampagne zum Artenschutz

Jägerschaft Aachen: Informationskampagne zum Artenschutz

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Wissen, wo Haselmaus, Siebenschläfer und Co. Winterschlaf halten - die Jägerschaft informiert. Foto: Walter Tilgner/dpa

Stolberg. Der Mensch schützt nur das, was er kennt. Er kennt aber nur das, was er selbst erlebt und erfahren hat. Daher hat die Arbeitsgruppe Artenschutz der Kreisjägerschaft Aachen nun ein neues Projekt auf den Weg gebracht.

Unter dem Motto „Wer schläft denn da?“ informierte sie in drei Veranstaltungen ausführlich über Tierarten, die zu Beginn des Winters in engen Kontakt mit Jägern kommen können.

Hierbei handelt es sich insbesondere um die Schlafmäuse wie Haselmaus, Siebschläfer, Gartenschläfer und Baumschläfer, die von Oktober bis ins Frühjahr hinein einen tiefen Winterschlaf halten. Dazu bauen sie sich ein Nest aus Blättern, Gräsern und Moosen und das auch oftmals innerhalb von jagdlichen Einrichtungen wie Kanzeln, in denen das Nest vor der Witterung gut geschützt ist.

Mit dem Winterschlaf können die kleinen Nager ihre Körpertemperatur bis kurz über Null Grad absenken und atmen dann nur noch ein Mal innerhalb von fünf Minuten. Alle Schlafmausarten gelten in Deutschland als selten und gefährdet. Über die genaue Anzahl gibt es noch keine bestätigten Angaben, so ist die Meldung jeder Beobachtung wichtig. „Ein bestätigter Fund einer Haselmaus wurde schon gemeldet“, sagt Dr. Uwe Laurien, Wildbiologe der Aachener Jägerschaft.

So tragen die Informationen zum Erhalt der Artenvielfalt jetzt schon dazu bei, dass das kleine Tierchen in Ruhe und geschützt innerhalb der Jagdeinrichtung überwintern kann. Die Fundorte werden zudem kartiert und zur wissenschaftlichen Auswertung weiter geleitet. Das Monitoring wird die Kreisjägerschaft auch die nächsten Jahre noch begleiten, damit das Vorkommen der seltenen Schlafmäuse noch genauer erfasst werden kann.

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