Stolberg - „Iron-Man-WM” auf Hawaii: Markus Ganser beißt sich durch

„Iron-Man-WM” auf Hawaii: Markus Ganser beißt sich durch

Von: dim
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Bei 34 Grad und mit Gegenwind:
Bei 34 Grad und mit Gegenwind: Markus Ganser beim Iron-Man auf Hawaii. Foto: finisher pix

Stolberg. Dass Markus Ganser bei der Triathlon-Weltmeisterschaft auf Hawaii überhaupt angetreten ist, liegt in einer besonderen Motivation begründet: Die „Iron-Man-WM” fiel zeitlich in die deutschen Schulferien, so dass Gansers Frau Jennifer und die beiden Töchter Anna und Leni erstmalig mit dabei sein konnten.

So nahm der Stolberger Triathlet trotz Verletzungspech als einer von 169 deutschen Startern an der WM teil. Probleme mit Fuß und Rücken hatten Ganser im Vorfeld das „Trainingsleben” schwer gemacht, was sich im Wettkampf bemerkbar machte.

Hinzu kamen akute körperliche Probleme, aber dank der Anfeuerung von seiner Familie hielt er durch, und am Ende gelang ihm noch seine zweitbeste persönliche Hawaii-Zeit. „Schon beim Schwimmen habe ich mangels Training Zeit verloren und konnte nur versuchen, mich auf den 3,8 Kilometern aus allem herauszuhalten”, beschreibt Ganser. Auf dem Rad habe es dann zunächst gut ausgesehen. „Es war glücklicherweise mit nur 34 Grad Celsius nicht ganz so heiß.” Nach etwa 50 Kilometern habe jedoch starker Gegenwind eingesetzt.

„Das war aber für alle schwierig. Mein Problem war, dass ich auf den letzten 60 der 180 Kilometer keine Flüssigkeit und Nahrung mehr zu mir nehmen konnte”, sagt Ganser. Dennoch sei ihm eine relativ gute Rad-Zeit gelungen, und nach den ersten Lauf-Kilometern habe er auch wieder trinken können.

Der Trainingsrückstand habe sich auch auf den abschließenden Marathonlauf ausgewirkt: „Zwölf Kilometer vor dem Ziel war es, als hätte man mir den Stecker rausgezogen.” Ganser biss die Zähne erneut zusammen und rette sich mit 10 Stunden und 6 Minuten ins Ziel - als 55. seiner Altersklasse und gesamt 398. von 1890 Athleten, die den Wettkampf auf Hawaii beenden konnten.

Mit dem Resultat sei er mit Blick auf seine Verletzungen im Vorfeld sehr zufrieden, doch nun habe es für ihn oberste Priorität, sich auszukurieren. Festlegen, ob er bei der WM 2013 starten wird, will Ganser sich nicht, sagt aber soviel: „Wer mich kennt, kann sich seinen Teil dazu denken.”
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