Inthronisierung von Nobbi I. in Zweifall ein voller Erfolg für die IG

Von: Leona Otte
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Mit seinem eigenen Prinzenlied erntet Nobbi I., der eigentlich in Norwegen lebt, bei seinem Zweifaller Publikum einen großen Applaus. Foto: L. Otte
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Famose Stimmung herrscht in Zweifall, als Prinz Nobbi I. inthronisiert wird. Foto: L. Otte

Stolberg-Zweifall. Es ist gang und gäbe, dass Karnevalsvereine einander auf ihren Veranstaltungen besuchen. Die Tradition sorgt für Abwechslung und lässt vielerorts die Jecken in den Sälen erst so richtig in Fahrt kommen. Daher hat es einen gewissen Seltenheitswert, wenn dem mal nicht so ist und ein Verein den Fokus mehr auf das eigene Programm legt.

Das dies eine Kunst für sich ist, zeigte am Samstag Abend die IG Zweifaller Karneval bei der Inthronisierung ihres Prinzen Nobbi I. Schon von draußen hört der ein oder andere Passant die laute, fröhliche Karnevalsmusik aus dem Festzelt am Zweifaller Schulhof hallen. Drinnen steht der frisch gebackene Prinz gerade auf der Bühne und zeigt – mittlerweile auch im karnevalistischen 21. Jahrhundert angekommen – eine Powerpoint-Präsentation. Völlig untypisch für die fünfte Jahreszeit, aber dennoch ausgesprochen kreativ. Es ging Norbert Seidel, wie die Tollität mit vollem bürgerlichen Namen heißt, darum, den Besuchern aus Zweifall und der Umgebung ein authentisches Bild aus seiner Heimat zu vermitteln: Norwegen!

Was zum „Trömmelche“, so wird sich der ein oder andere nun fragen, macht ein naturverbundener Norweger, der vielleicht als erster Prinz schon mal den Kilimandscharo bestiegen hat, in der Voreifel? Die Antwort liegt im Aspekt der Verwurzelung: „Ich bin geborener Zweifaller“, sagt Seidel simpel. Sechs Jahre studierte er in Italien, begann dann aus beruflichen Gründen sein Leben in Norwegen, bis es ihn 2011 noch einmal in seine Heimat Zweifall zog. Seither kehrt er immer wieder eigens für die närrischen Tage zurück. Eine Session als Tollität ist da doch nur der nächste konsequente Schritt!

„Bad Girls“ steppen verblüffend

Der 1. Vorsitzende, Kurt Peters, führt durch den Abend. Die Showtanzgruppe „Bad Girls“ verblüfft mit Stepptanz, Swing und Techno-Tanzeinlagen. Auch Kindermariechen Katha Jentgens, Jugendmarie Mona Franzen sowie die große Tanzmarie Kira Willems liefern tolle Auftritte ab: „Ich finde die Veranstaltung sehr abwechslungsreich“ betont Jacky Koll, eine der lustig verkleideten Zuschauerinnen, „weil wieder super Tanzeinlagen präsentiert werden, aber auch, weil das Berufliche von Norbert auf witzige Weise mit eingebracht wird.“ Damit spielt die 29-Jährige auf des Prinzen ganz eigenen Auftritt an. Obwohl Nobbi I zwei Lieder trällert, mal auf Suaheli, mal auf Karnevalsdeutsch, so vollführt er im Besonderen einen Sketch, der alle zum Strahlen bringt: Als französischer Künstler verkleidet parodiert er sich, als Kirchenmalermeister und Konservator für Fresken und Malereien, selbst ein wenig.

Mit dem Unterschied, dass er heute mit Menschen malt, anstatt mit Farbpalette und Pinsel. Als Ute Roehl mit ihrem Mann, Friedel, auf die Bühne kommt, um Model zu stehen, wird sie kurzerhand auf einen Stuhl gestellt mit einem Seil, welches sie zu ihrem Ehemann verbindet. Der Titel des Bildes: „Friedel lässt seinen Drachen steigen“. Die Leute klatschen und haben Tränen in den Augen vom Lachen.

Erst nach etwa anderthalb Stunde ist das eigene Programm der IG beendet. Die Programmzuständige Anke Jentgens ist glücklich über den Verlauf des Abends: „Wir sind sehr zufrieden! Es ist immer ein bisschen schwer ein Programm zusammenzustellen, dass auch allen gefällt“, äußert sie sichtlich erfreut. Vorbei ist der Abend in Zweifall aber noch lange nicht: Es folgten De Karamba Männcher, die KG Nothberger Burgwache, der Imitator Oliver Hoff, die Dudelsackgruppe Hochland Heistern, das Duo Firlefanz sowie der Karnevalsverein Oecher Strom, die an dem Abend noch ordentlich abfeierten.

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