Stolberg - Interreligiöser Dialog: Religion hat Friedenspotenzial!

Interreligiöser Dialog: Religion hat Friedenspotenzial!

Von: akl
Letzte Aktualisierung:
9676840.jpg
Klären auf (v.l.): Hassan Ceylan, Vorsitzender igmg Stolberg, Ahmet Eykin, Vorsitzender Integrationsrat, Ahmet Yildiz, Vorsitzender Side, Pfarrerin Elke Gerricke, Dieter Genreith, Geschäftsführer Integrationsrat, Seyfettin Dinc, igmg, und Yakuup Yerlic, Dtib-Gemeinde Stolberg. Foto: A. Klieser

Stolberg. Terror, Salafismus, IS-Gewalt – wie hängt das zusammen? Wie hängen solche Phänomene mit der Religion zusammen? Über diese Frage will der Interreligiöse Dialog Stolberg aufklären.

Ahmet Eykin, Vorsitzender des Integrationsrats Stolberg, Dieter Genreith, Geschäftsführer des Integrationsrats, Pfarrerin Elke Gerricke und andere Mitglieder des Interreligiösen Dialogs erläutern bei einem Pressegespräch:

Terror war immer weit weg, wissen die Mitglieder des Interreligiösen Dialogs. Vor allem durch die Anschläge in Paris ist das Thema aber jetzt nähergekommen und zu einem großen Gesprächsthema in Deutschland geworden. In mehreren Veranstaltungen greift auch der Interreligiöse Dialog das Thema in diesem Jahr auf.

Über Religionen informieren

Der Interreligiöse Dialog ist ein Zusammenschluss verschiedener Gemeinden und Vereine unterschiedlicher Religionen in Stolberg. Für die Mitglieder ist sicher: „Gewalt und Terror haben mit Religion nichts zu tun.“ Es ist ihnen überaus wichtig, über die verschiedenen Religionen zu informieren und Beispiele dafür zu geben, dass das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Religionen möglich ist. „Wir als Muslime lehnen jegliche Gewalt im Namen Gottes ab“, erklärte Eykin. „Es darf nicht sein, dass Menschen im Namen Allahs, Buddhas oder irgendeines Gottes in den Tod gerissen werden. Das ist auch im Islam verboten.“

Auch Pfarrerin Gerricke weiß: „Religion hat Friedenspotenzial.“ Terrorismus sei ein soziales und gesellschaftliches Problem, das nicht auf Religion beschränkt werden dürfe. Hierüber soll auch ein Vortrag am Donnerstag, 26. März, 19 Uhr, im Ökumenischen Gemeindezentrum berichten: Bernd Ridwan Bauknecht wird über Trennungslinien zwischen Islam und Islamismus, die Entstehung des Salafismus als Ideologie der Moderne und über Erscheinungsformen salafistischer Gruppierungen in Deutschland referieren. Auch die Prävention bei Jugendlichen wird Thema sein. Bernd Ridwan Bauknecht ist als Lehrer für Islamkunde und Islamischen Religionsunterricht im Schuldienst tätig. Seit 1993 ist er selbst Muslim.

Viele Moscheen in Stolberg sind stets für Besucher geöffnet, und die Mitglieder und Imame dort sind bereit, über ihre Religion zu informieren. Als Veranstaltungsort wur­de diesmal aber bewusst das Ökumenische Gemeindehaus gewählt: „Sonst haben viele Menschen Scheu zu kommen.“

Die Veranstaltungen des Inte­grationsrats der Stadt Stolberg und des Interreligiösen Dialogs, die am Anfang nur klein waren, scheinen die Menschen anzusprechen. Einige Veranstaltungen lockten bereits etwa 50 Menschen an. „Hier in Stolberg wird viel zusammengearbeitet, man ist auf friedlichem Weg, es gibt ein friedliches Miteinander“, erklärt Genreith. „Das ist Zukunft.“ Wichtig hierfür sei, dass alle Menschen, egal welcher Religion, im Dialog blieben. „Wir müssen gemeinsam reden, nicht gegeneinander“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert