Internationale Kunstakademie bringt neues Leben in die alte Burg Hengebach

Von: -jül-
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Stolberg/Berlin. „Das Projekt hätte man sicherlich auch gut auf der Stolberger Burg realisieren können”, sagt Dr. Robert Datzer, der das Tourismuskonzept der Stadt maßgeblich miterarbeitet hat.

Aber Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn und Heimbachs Bürgermeister Bert Züll waren schneller. Die Internationale Kunstakademie Heimbach - dem Beirat des Trägervereins gehört auch Ewald Schmitz aus Stolberg an -Êwird am 1.September ihre Ateliers auf Burg Hengebach eröffnen. Erst vor einem Jahr hatten Spelthahn und Züll das Projekt auf der ITB skizziert, für das Dr. Datzer das touristische Gutachten erarbeitet hat. Der Experte soll nun auch das Nutzungskonzept für die Stolberger Burg schnüren.

Derweil entsteht in Heimbach eine Bildungs- und Ausbildungsstätte für die Bildende Kunst, wie sie sonst nur in Salzburg und Bad Reichenhall zu finden sind. In drei- bis siebentägigen Kursen sowie Ferienworkshops für Kinder werden Techniken für Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Neue Medien, Performance und Materialkunde an Anfänger und Fortgeschrittene vermittelt.

Als Akademiedirektor ist Prof. Dr. Frank Günter Zehnder gewonnen. „Und 34 renommierte Künstler haben bereits ihre Teilnahme zugesichert”, freut sich Spelthahn - darunter auch Otmar Alt, Herb Schiffer, Arno Schlader und Ren Rong, der im Rahmen von „Stolberg goes China” in der Kupferstadt ausstellte.

Interesse an intensiven Kontakten zur Kunstszene im Schatten der Stolberger Burg zeigte auf der ITB denn auch Bürgermeister Züll. „Wir sind durchaus an einer Zusammenarbeit interessiert”, sagte Züll. Interessante Dozenten seien stets willkommen; und Stolberg hat mit seinen Galerien und Ateliers in der Altstadt, Vicht oder auch Breinig ein reichhaltiges Potenzial vorzuweisen. „Auch aus Stolberger Sicht wäre eine Kooperation interessant”, sagte Barbara Breuer von der Stolberg-Touristik. Von einem künstlerischen Netzwerk könne die ganze Region touristisch profitieren.

Denn auch das ist ein Ziel der Kunstakademie Heimbach, die Aufenthaltsdauer von Eifeltouristen zu verlängern, sagte Klaus Schäfer. „Die Urlaubsregion ist ohne das Thema Kultur nicht zu vermarkten”, betonte der Geschäftsführer der Eifel Tourismus.

Heimbach rechnet mit der Vermarktung seiner Burg als Kunstakademie mit weiteren wirtschaftlichen Impulsen. „Die Akademie wird Teilnehmer in die Stadt ziehen, die Übernachtungen steigern und nicht zuletzt für neue Geschäfte mit Kunstbedarf sorgen”, blickt Züll in die Zukunft. Zwei Millionen Euro werden ein Investors und die öffentliche Hand in den Ausbau der Kunstakademie investieren, bei dem die Burg auch mit Aufzügen barrierefrei ausgestaltet wird.

„Wir sind optimistisch, schon im ersten Jahr eine gute Auslastung zu erreichen, und in drei Jahren soll sich die Akademie dann selbst tragen können”, erklärte Landrat Spelthahn.
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