Integration: Land will Kommunen stärker unterstützen

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Timur Bozkir und Martha Schalt werden sich um die Anträge der Kommunen kümmern. Foto: Rolf Hohl

Stolberg. Die Integration der Flüchtlinge in der Region nimmt immer mehr Gestalt an. Mit dem Programm „Komm an-NRW“ will die Landesregierung nun besonders die Anstrengungen der Kommunen stärken, die neu angekommenen Menschen möglichst umfassend in die Gesellschaft einzubinden.

Für den Bereich der Städteregion stehen für diesen Zweck insgesamt 121.000 Euro bereit, um die sich die Kommunen jetzt kurzfristig bewerben können. Die Verwendung der Gelder ist dabei allerdings streng zweckgebunden und wird vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Städteregion kontrolliert.

Zu den förderwürdigen Maßnahmen gehören die Renovierung und Ausstattung von Treffpunkten, etwa Gemeinschaftsräume in den Kommunen und den von ihnen geführten Unterkünften. „Auch für Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Paten, beispielsweise beim Sprachunterricht, können Anträge gestellt werden“, sagt Martha Schalt, Sachbearbeiterin beim Integrationszentrum.

Weiter sollen Zuschüsse für Informationsangebote zu den verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen und den kulturellen Regeln des Zusammenlebens in der Städteregion beantragt werden können. Auch Freizeitbeschäftigungen für Kindergruppen und Wissensvermittlung im Alltag sollen gestärkt werden, um den Flüchtlingen das Ankommen in ihrer jeweiligen Kommune zu erleichtern.

Dabei soll ebenfalls der weiteren Qualifizierung jener zahlreichen Ehrenamtlichen Rechnung getragen werden, die die Betreuung der Menschen übernehmen. Die nun bereitgestellten Mittel dürften allerdings nicht reichen, um die beantragten Projekte gänzlich zu finanzieren.

Das Land gehe davon aus, so Schalt, dass grundsätzlich nur Zuschüsse gewährt werden könnten. „Bis zum 17. Mai sammeln und prüfen wir nun die eingehenden Anträge aus den Kommunen und beantragen die entsprechende Summe beim Land“, sagt der Leiter des KI, Timur Bozkir.

Liege der angeforderte Gesamtbetrag über den zur Verfügung stehenden 121.000 Euro, so werde eine Kommission über die Verteilung beraten – zu kurz kommen solle aber niemand. „Das Kommunale Integrationszentrum könnte theoretisch diese Gelder auch selbst verwenden“, erklärt Bozkir. „Aber wir möchten sie lieber an die lokalen Initiativen weitergeben.“

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