Inge Louven stellt „Frauen-Gespräche” in Galerie Pitz aus

Von: Hans-Leo Recker
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Freuen sich über die große Resonanz der Präsentation zum 30-jährigen Bestehen der Breiniger Galerie (v.l.): Ludwig Pitz, Sabine Rother, Peter Grauer, Inge Louven und Elisabeth Pitz. Foto: Recker

Stolberg-Breinig. 30 Jahre Galerie Pitz - dies begingen die Inhaber Elisabeth und Ludwig Pitz mit der sehenswerten Ausstellung „Frauen-Gespräche” mit Bildern, Skulpturen und Objekten von Inge Louven. Auf der Vernissage am Wochenende drängten sich die Besucher durch alle Galerieräume sogar bis ins Wohnzimmer hinein, wo die über 60 Exponate in Anwesenheit der Künstlerin präsentiert wurden.

Der Hausherr zeigte sich in seinem Willkommensgruß erfreut und dankbar über die große Resonanz, die er und seine Frau jetzt hier erfahren durften. Und dass er für dieses Jubiläum die in der Schweiz lebende Inge Louven und für die Einführung in deren Werke die Kulturredakteurin unserer Zeitung, Sabine Rother, sowie für den musikalischen Rahmen den jungen und schon sehr erfolgreichen Pianisten Peter Grauer habe gewinnen können.

Drei Themen- und Arbeitsräume

Die drei Räume, in denen die Bilder und Skulpturen platziert sind, sind nach den Worten von Sabine Rother „zugleich drei Themen- und Arbeitsräume der Künstlerin”, in denen der Betrachter mit den Frauen, „diesen eleganten Wesen” ins Gespräch kommen, den „geheimen Geschichten und unausgesprochenen Gedanken” nachgehen sowie in der neuen gewandelten Farbigkeit die Gefühle der Künstlerin entdecken kann.

Im Eingangsraum sind es die weiblichen „Gestalten mit Hut”, die„Frauenzimmer” mit ihrem „sinnlichem Hüftschwung”, die die Bildszene beherrschen. Mal sind sie ganz nah, mal wie im Nebel und „wie aus dem Nichts” auftauchend, dann wieder lockend als „blauer Sommernachtstraum” oder als „Ballgeflüster” im „Soloauftritt” oder als „Rivalinnen”. Dieser „Stolz auf die schöne Form” setzt sich in den etwa 15 Tonfiguren fort.

Im zweiten Raum findet der Besucher stark abstrahierte Bilder, in denen das Weiß dominiert und deren „Strukturen eine neue klare Sprache sprechen”. Inge Louven hat dafür Acrylfarben mit Pigmenten und verschiedenen anderen Materialien wie beispielsweise dünnmaschigen Draht oder Verpackungsbänder eingesetzt und einige Exponate zu mehrteiligen Bildern aufgebaut. „So archaisch sie sind, so ausgeglichen und doch spannend ist ihre Wirkung. Sie stammen von einer gereiften, erfahrenen Künstlerin der Modere” wertete Sabine Rother Werk und Stellung Inge Louvens.

Und Raum drei zeige sie als „Schwelgerin in der feurigen Weite, im Spiel mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft”. In ihren dortigen Bildern entwickele sie Farbrhythmen in erdigen Orange-, Blau- und Brauntönen von vitalem Pulsschlag, die „mit ihren Strukturen dem Leben verhaftet” blieben. In ihren spreche Inge Louven über „Fernweh, die Suche nach Wärme und Licht”. Und dabei entlocke sie der Acrylfarbe „die feinen Nuancen, die Transparenz und das lebendige Gefühl”, die Charakteristika ihrer künstlerischen Ziele.

Pianist Peter Grauer entwickelte zu allem „schöne Klänge” mit einer Mazurka und dem bekannten„Fantaisie-Impromptu” von Chopin sowie dem Intermezzo aus Kodalys Janos-Suite. So wurde die Vernissage zu einem faszinierenden Dreiklang und Auftakt für weitere Extras zum Jubiläum. So am Sonntag ein „Intermezzo und Rendezvous mit der Künstlerin.

Weitere Extras in der Galerie Pitz in Breinig sind am Sonntag, 7. März, von 14 bis 18 Uhr mit Schmuckdesignerin Anna-Laura und zum Ende der Ausstellung am Sonntag, 14. März, von 14 bis 18 Uhr die „Finnissage” mit Lyrik von Monika Hoesch.
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