Stolberg - Info-Abend: Denkmalschutz und Sanierung im Einklang

Info-Abend: Denkmalschutz und Sanierung im Einklang

Von: Dirk Müller
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In Stolberg ist die Altbausani
In Stolberg ist die Altbausanierung oft mit dem Denkmalschutz übereinzubringen. Bei dem Informationsabend im Rathaus erläutern Experten auch in Einzelgesprächen, was möglich und wirtschaftlich ist. Foto: D. Müller

Stolberg. Denkmalschutz und energieeffiziente sowie barrierefreie Sanierung von Altbauten sei sehr wohl „unter einen Hut” zu bringen, erklärt Gerhard Weiß von der Verbraucherzentrale Alsdorf. „Und ökologisches und wirtschaftliches Denken auch. Es muss natürlich bezahlbar sein, in seinem Haus zu leben”, ergänzt der Diplom-Ingenieur.

So wird ein Schwerpunkt des Informationsabends „Altbausanierung und Denkmalschutz” der Bereich Fördermittel sein. Einmal im Jahr bieten der Verein „Altbau plus”, die Verbraucherzentrale und die Stolberger Stadtverwaltung die aus Vortrag und Beratung bestehende Veranstaltung kostenlos an, und am Donnerstag, 25. Oktober, sind denkmalgeschützte Altbauten besonders im Fokus.

„Doch auch für die Besitzer und Bewohner von neueren Altbauten ist der Abend interessant, da im zweiten Teil alle Fragen individuell im kleinen Kreis gestellt werden können”, betont Michael Stephan, Geschäftsführer von „Altbau plus”. Neben Weiß von der Verbraucherzentrale und der Diplom-Ingenieurin Beate Schraven von „Altbau plus” stehen fünf zertifizierte Energieeffizienzplaner aus der Region als weitere Experten für Einzelgespräche zur Verfügung.

Der Informationsabend sei für Altbaubesitzer und -bewohner sehr gut geeignet, sich einen ersten Überblick von dem, was machbar ist, zu verschaffen und individuelle Problematiken mit den Fachleuten zu erörtern, sagt Weiß: „Es gibt aber auch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Es ist uns wichtig, dass die Teilnehmer an dem Abend auf Experten treffen, die ihnen auch weiterhin beratend und betreuend zur Seite stehen können, wenn es mit der Sanierung ernst wird.” Besonders aus wirtschaftlicher Sicht, erfordere die Altbausanierung eine qualifizierte Fachberatung, meint auch Andreas Pickhardt: „Wenn Auflagen des Denkmalschutzes eingehalten werden müssen, kann man viel falsch machen”, mahnt der Fachbereichsleiter.

Zum Beispiel dürften Fassaden dann nicht verändert werden, und eine Wärmedämmung müsse von Innen erfolgen. „Das ist bauphysikalisch nicht unproblematisch. Es kann bei unsachgemäßem Vorgehen etwa zu Schimmelbildung kommen”, erklärt Pickhardt. Weiß stimmt zu und erläutert: „Durch die Innendämmung bringt man zunächst die Außenmauer des Gebäudes ins Kalte. Sind in der Mauer Leitungen verlegt, kann es ärgerlich und teuer werden.”

In kalten Winter könnten Kaltwasserleitungen einfrieren und schließlich platzen, wenn die Innendämmung nicht fachgerecht verbaut wurde. „Selbstverständlich sind zu dem Informationsabend auch die Altbaubewohner und -besitzer willkommen, bei denen das sprichwörtliche Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, denn sie können von der Fachberatung immens profitieren”, sagt Stephan.

Der „Altbau plus”-Geschäftsführer verweist darauf, dass am Donnerstagabend eine „technische Informationsveranstaltung zu einem gesellschaftlichen Thema” stattfinde: „Der demografische Wandel bringt es mit sich, dass immer mehr ältere Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben wollen. Viele von ihnen verfügen aber über weniger Rente und so mit Geld, als sie zu ihren Erwerbszeiten geglaubt haben.”

Daher seien Barrierefreiheit und die Wirtschaftlichkeit von Altbausanierung immer wichtigere Aspekte. Es müsse auch nicht immer die „große Lösung” sein, die bei denkmalgeschützten Häusern ohnehin nicht in Betracht komme, beschreibt Weiß: „Viele kleine Ansätze machen in der Summe oft einen erheblichen Effekt aus, der sich bald finanziell positiv bemerkbar macht.” Beispiele seien eine moderne Wärmepumpe, neue oder zumindest gut abgedichtete Fenster und eine bessere Dachisolierung. „Schon das richtige Lüften wirkt sich spürbar auf die Heizkostenabrechnung aus.”

Der Informationsabend zu Altbausanierung und Denkmalschutz findet am Donnerstag, 25. Oktober, um 18 Uhr im Stolberger Rathaus statt.

Die individuelle Beratung durch Gerhard Weiß (Verbraucherzentrale), Beate Schraven (Verein „Altbau plus”) und die zertifizierten Energieeffizienzplaner Martin Bitter, Martin Hennig, Burkhard Verspohl, Michael Werrens und Stephan Strauch erfolgt ab 19 Uhr. Anmeldungen sind unter info@altbauplus.de erwünscht, aber nicht erforderlich.
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