Industriemuseum kann bis 2012 mit weiterem Zuschuss rechnen

Von: kol
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Stolberg. Es hatte sich schon länger abgezeichnet: Auch zukünftig wird das Museum Zinkhütter Hof ausreichend finanziert sein, zumindest bis Ende 2013.

Der Kooperationsvertrag, den die Fördergesellschaft des Museums mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Stadt Stolberg geschlossen hatte, wird nun offiziell verlängert, nachdem der LVR die im Mai 2008 geschlossene Vereinbarung im Juli diesen Jahres zunächst aufgekündigt hatte.

Der Zinkhütter Hof bleibt also weiterhin im Netzwerk Industriekultur des LVR. Dieses sicherte dem Industriemuseum zu, zwei Drittel des jährlichen Defizits zu übernehmen, was nicht zuletzt auch für die Stadt Stolberg eine Entlastung von 51.000 Euro pro Jahr bedeutete.

Nach dem ersten Schock im Juli hatten Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und der Vorsitzende der Fördergesellschaft, Professor Paul Thomes, bereits im August verkündet, dass die Zusammenarbeit mit einem neuen Vertrag weitergehen werde. Es sei nie Ziel des LVR gewesen, dem Zinkhütter Hof den Geldhahn zuzudrehen, so Thomes.

Das hatte im Juli allerdings wesentlich dramatischer geklungen. Damals hatte Ferdi Gatzweiler, der den Konsolidierungskurs beim LVR als Grund für die Kündigung vermutete, vor einer „Katastrophe” gewarnt, sollte es keinen Vertrag geben. Der LVR, so erklärte dessen Sprecherin Birgit Ströter damals, habe sich dagegen durch die Stolberger Forderung nach einer Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zu der Kündigung veranlasst gesehen.

Heutzutage sieht das alles ganz anders aus. Denn die neue Vereinbarung, zu deren Unterzeichnung am kommenden Dienstag neben Gatzweiler und Thomes auch die LVR-Direktorin Ulrike Lubek und LVR-Kulturdezernentin Milena Karabaic zum Zinkhütter Hof kommen, sieht im Bedarsfall sogar höhere Zahlungen an das Industriemuseum vor als bisher.

Für die Jahre 2011 bis 2013 sichert der LVR den Stolberger Partnern neben der Weiterführung der gemeinsamen inhaltlichen Arbeit eine Unterstützung für den Museumsbetrieb von bis zu 160.000 Euro pro Jahr zu. 2008 hatte er noch 120.000 Euro überwiesen, ein Jahr später 141.000, für dieses Jahr stehen 143.000 im Plan.

Mit der Unterzeichnung am Dienstag wird der bislang geltende Vertrag aber auch inhaltlich erweitert: „Für die Zukunft ist ein stärkerer Austausch von Sonderausstellungen geplant”, kündigte LVR-Sprecherin Ströter an. Dieser soll das Angebot des Zinkhütter Hofs für die Museumsbesucher auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen attraktiv halten.
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