„Inde-Musik-Orchester”: Swing und Blues beim Stolberger Musiksommer

Von: mlo
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Stolberg. In der Freizeit in einer großen Gemeinschaft mit Begeisterung vielfältige und gute Musik zu machen: Das genau ist es, was der engagierte Leiter Vladimir Bayer mit seinem „Inde-Musik-Orchester” über viele Jahre in Kornelimünster betrieben hat.

Das stellte er jetzt in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt im Rahmen des Stolberger Musiksommers unter Beweis.

Viele begabte und begeisterte Blasmusikerinnen und Blasmusiker konnten die jung gebliebenen Zuhörer überzeugen, denn die musikalische Mixtur kam bestens an. Vladimir Bayer hatte ganze Arbeit geleistet. Das bunte Programm wurde mit dem festlichen „Concerto d Amore” von Jakob de Haan eröffnet. Die Liebe zur Barockmusik hatte der niederländische Komponist wirkungsvoll mit dem „Swing” verbunden. Im „Black Jack” gefiel besonders Solo-Oboist Pascal Koch.

Die Moderation des Konzerts hatte Hannah Fröhlings übernommen, die auch Trompete blies. Auf „Pink Panther” folgten „Caravan” und „Typewriter”, die beherzt und schwungvoll gespielt wurden. Bei letzterem Stück erschien Gitarrist Dominik Klein im Anzug und nahm mit seiner Schreibmaschine neben dem Dirigenten Platz. Dieses blasmusikalische Schmankerl war ein zusätzliches Bonbon.

Eine besondere Ohrenfreude gab es mit dem Henry-Mancini-Portrait, das verschiedene Stücke aus dem Schaffen des bekanntesten US-Komponisten darstellt. Sei­ne Musik zeichnet sich aus durch große Leichtigkeit und oft verblüffende Einfachheit und Klarheit. Hier meisterte Tim Mayer an der Solotrompete seinen Part mit Bravour.

Mit dem populärsten und meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart, Jacob de Haan, und seinen Bluesvariationen ging ein kurzweiliger Nachmittag zu Ende.

Gerade heute, wo zu jeder Stunde und an fast jedem Ort Musik empfangen werden kann, war es schön anzusehen, dass sich junge Menschen zusammenschließen und gemeinsam musizieren. Das eigentlich als Kinderkonzert deklarierte Programm war ein besonderes Erlebnis, wenn auch von den hundert Anwesenden lediglich 15 Kinder waren.

Hier sollte das Team des Musiksommers den Termin bezüglich Kinderkonzert neu überdenken, denn gleichzeitig Kirmes und Schulfeste - das ist des Guten zu viel.
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