Stolberg-Zweifall - In Zweifall wird wieder gesägt

In Zweifall wird wieder gesägt

Von: schl
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Faszination für große und kleine Besucher: Die Sägen im Zweifaller Museum werden nicht nur ausgestellt, sondern auch in Betrieb genommen.

Stolberg-Zweifall. Die Gattersäge ist aus dem Jahr 1934 und immer noch so aktiv wie in ihren frühen Zeiten. Optisch hat sie sich auch kaum verändert. Und die meisten Männer betrachten sie immer noch mit interessierten und neugierigen Blicken. Wenn die Säge im Zweifaller Museumssägewerk zu Demonstrationszwecken auf ihre alten Tage noch einmal im Einsatz ist, ist ihr die Aufmerksamkeit der meist männlichen Besucher garantiert.

Auch jetzt war der Andrang wieder groß, als Bruno Kettenus und Richard Veeser das antike Stück offiziell zum ersten Mal im neuen Jahr in Betrieb nahmen. Wie vor 76 Jahren bahnen sich die Sägeblätter dabei ihren Weg durch die großen Holzstämme, den sie in Bretter schneiden.

Früher war die Säge als transportable Säge für die Deutsche Wehrmacht im Einsatz, die damit im Wald vor Ort Stämme sägen konnte. „In Russland war das beispielsweise sehr praktisch”, erzählt Eberhard Krings, der als Mitglied des Fördervereins und Sägewerkbesitzer fast jede Frage über die Sägen und die damit verbundene Technik beantworten kann.

Das gilt auch für die Bandsäge, die die Bretter anschließend in die gewünschte Breite schneidet. „Die Säge wurde ebenfalls 1934 in Brüssel hergestellt. In den Jahren bis 1937 sind diese Maschinen alle nach Zweifall gekommen”, weiß Krings über die zweite Säge im Zweifaller Sägewerksmuseum. Das habe daran gelegen, dass ein Aachener Ingenieur die produzierende Firma vertrat und alle Sägewerke im Kreis abreiste, so Krings.

Solche historischen Details sind es, die die Besucher neben der Demonstration der alten Sägetechnik immer wieder begeistern. Auch technische Fragen vermögen die ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins zu beantworten.

Die bei den Vorführungen zugeschnittenen Bretter finden übrigens auch über den Sägeprozess hinaus weitere Verwendung. Als gemeinnütziger Verein darf das Museumssägewerk das Holz zwar nicht verkaufen, es aber im Forst - beispielsweise für die Errichtung von Hochsitzen, Zäunen oder Stegen - verwenden.

Weitere öffentliche Vorführungen im Sägewerksmuseum gibt es jeden dritten Samstag im Monat um 16 Uhr. Es besteht zudem die Möglichkeit, bei Förster Uwe Melchior unter 71729 gesonderte Führungen für Schulklassen und Gruppen zu vereinbaren.
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