In Schneidmühle soll ein Neubaugebiet geschaffen werden

Von: Jürgen Lange
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Aufwertung der Schneidmühle: Auf dem rund 3900m2 großen Areal soll analog zu übrigen Siedlung an einer Stichstraße ein Neubaugebiet entstehen, das die WoGe betreut. Foto: J. Lange

Stolberg-Atsch. Anfang der 80er Jahre hatten die Verkehrsplaner hier einmal eine halbrund verlaufende Straßentrasse eingeplant, die die spitzwinklige Einmündung der Schneidmühle in die Eisenbahnstraße in eine rechtwinklige verändern sollte. Das ist zwar noch im Flächennutzungsplan vermerkt, aber längst nicht mehr ein von der Stadt verfolgtes Ziel.

Sie unterstützt nun vielmehr das Vorhaben der Stolberger Wohnungsgenossenschaft (WoGe), auf dem rund 3900 Quadratmeter großen Areal unterhalb des Privatwegs zu den Haus-Nummern 45-51 ein kleines Neubaugebiet zu errichten.

Dafür soll der Flächennutzungsplan geändert und der Bebauungsplan Nr. 157 „Schneidmühle” aufgestellt werden, beschloss der Stadtrat jetzt einstimmig - wobei sich Bürgermeister Ferdi Gatzweiler bei Beratung und Abstimmung bewusst zurücklehnte, weil er als WoGe-Genossenschaftler und -Vorstand befangen war.

Auf dem Gelände befindet sich noch ein Arbeiter-Gebäude im Stil der Gründerjahre, das ebenso abgerissen werden soll, wie es bei dem benachbarten Pendant bereits vor Jahren der Fall war. Das Gelände selbst erstreckt sich bis zum Fuß- und Radweg entlang des Münsterbachs, der zukünftig mit einem Fußweg angeschlossen werden soll an die von der Schneidmühle kommende Stichstraße.

Beschleunigtes Verfahren

An dieser sollen analog zur bereits erfolgten Entwicklung in der bestehenden Siedlung, ein Einfamilien- und zwei Doppelhäuser am Stichweg liegen, während ein Reihenhaus mit vier Wohneinheiten als dominante Begrenzung des Wohngebietes an der Straße „Schneidmühle” entstehen soll.

Planungsrechtlich soll der Bebauungsplan nach dem Willen des Rates und der Stadtverwaltung im beschleunigten Verfahren der Entwicklung des Innenbereichs dienen. Deshalb soll auf eine Umweltprüfung verzichtet werden, während die Träger öffentlicher Belange, insbesondere die für Umwelt und Natur sowie die Stolberger Bürgerschaft bereits frühzeitig an dem Verfahren beteiligt werden sollen.
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