Stolberg-Atsch - In Namibia selbst erwirtschaftet und gebaut

In Namibia selbst erwirtschaftet und gebaut

Von: dö
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Unter den Schutz Gottes gestel
Unter den Schutz Gottes gestellt: Pastor Hans-Rolf Funken (Mitte) segnete die Pfadfinder, die nach Namibia aufgebrochen sind, um dort ein Schulgebäude zu errichten. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Atsch. „Wir sind ein Team”, sagt Jens Dickmeiß, der von Christoph Engels unterstützt, eine neunköpfige Pfadfindergruppe betreut, die jetzt in Richtung Afrika aufgebrochen ist. Denn Teamarbeit ist gefragt, wenn sich die jungen Erwachsenen im Alter von 18 und 19 Jahren im Norden von Namibia an einem Entwicklungshilfeprojekt beteiligen.

Ein kleines Gebäude wollen die Rover erstellen, die selbst im Atscher Pfarrheim zu Hause sind. Das Gebäude in Mayana ist als Erweiterung einer Vorschule geplant, an deren Entstehung 2005 ebenfalls Stolberger Rover beteiligt waren. Diese „Primary-School” kümmert sich darum, dass einheimische Kinder Grundfertigkeiten lernen.

Doch die Rover - sie haben die rund 8000 Euro, die für den Bau des kleinen Schulgebäudes notwendig sind, selbst erbracht - werden nicht nur Fundamente ausheben, Betonsteine formen und Mauern hochziehen, sondern auch Land und Leute kennenlernen. So sind unter anderem Ausflüge in die Städte Windhoek und Swakopmund sowie auf den Berg Spitzkopje und in die Namib-Wüste geplant.

Fünf Wochen im Iglu-Zelt

Übernachtet wird während des gesamten, rund fünfwöchigen Aufenthalts in kleinen, selbst mitgebrachten Iglu-Zelten. Am 1. September werden die Pfadfinder, die dem Stamm Stolberg der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) angehören, wieder in der Heimat zurückerwartet.

Verabschiedet wurden die elf Scouts auf dem Kupferstädter Hauptbahnhof. Dort hatten sich zahlreiche Eltern und Freunde eingefunden, um den jungen Erwachsenen Lebewohl zu sagen und Glück für die lange Reise zu wünschen, die über die Zwischenstationen Köln, Frankfurt, Johannesburg und Windhoek in den Norden Namibias nach Mayana bei Rundu führen soll.

Begonnen hatte die „Verabschiedungskür” mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Lucia. Im Mittelpunkt des von Pastor Hans-Rolf Funken zelebrierten Gottesdienstes - Funken ist auch Kurat, geistlicher Betreuer, der Stolberger DPSG - stand die Segnung der elf Scouts. „Der Schutz Gottes begleite eure Reise und eure Aktivitäten”, wünschte der katholische Priester, der die Pfadfinder gegen Gottesdienstende zu einer Runde im Altarraum der Lucia-Kirche versammelte. Dort erteilte er der elfköpfigen Reisegruppe den Segen, bei dem er ein Gebet aus dem Messbuch verlas, das mit dem sogenannten dreifachen Schlusssegen abschloss. Besonders feierlich wurde es, als Funken danach jedem Pfadfinder ein Kreuzzeichen auf die Stirn zeichnete.

Die Förderung von Entwicklungshilfeprojekten hat bei den Stolberger Pfadfindern eine lange Tradition. Schon 1974 beteiligten sich Kupferstädter Scouts am Bau eines Schülerwohnheims im damaligen Dahomey, dem heutigen Benin. Später folgten Aufenthalte in Simbabwe, Kolumbien und Namibia, die ebenfalls der Unterstützung von einheimischen kulturellen Projekten dienten.
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