In Gedanken bei den Frauen der Bahamas

Von: Lisa Lammertz
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Obstteller und Bilder von den Inseln der Bahamas vor dem Altar. Der Chor wurde eigens für den Weltgebetstag gegründet. Foto: L. Lammertz

Stolberg. „Begreift ihr meine Liebe?“, war die zentrale Frage des Weltgebetstags der Frauen, bei dem dieses Jahr die Bahamas Thema waren. Am Freitag luden Frauen aller Konfessionen zum ökumenischen Gottesdienst in St. Mariä Himmelfahrt ein.

Eine halbe Stunde vor Beginn versammelten sich schon viele Frauen – und auch Männer – zum Einsingen. Lieder und Gottesdienstordnung hatten Frauen von den Bahamas ausgewählt und vorbereitet.

Auf den Bahamas gibt es trotz vieler Traumstände, Taucherparadiese und karibischer Lebensfreude nicht nur eine wirtschaftliche Abhängigkeit vom Tourismus und gesellschaftliche Notlagen, sondern leider auch eine hohe Verbrechensrate. Diese bekommen überwiegend Frauen und Kinder in Form von Gewalt und zum Teil auch sexueller Misshandlung zu spüren. Diese Probleme thematisierten die Frauen der Bahamas in ihren Texten und Fürbitten zum Gottesdienst.

Ökumenische Vorbereitung

Die weitere Planung und Umsetzung erfolgte durch ein Team, bestehend aus katholischen und evangelischen Frauen. „Ich bin froh, wenn das auch junge Frauen übernehmen.“, so Notburga Knops aus der Katholischen Frauengemeinschaft, die sich selbst seit 35 Jahren mit um den Weltgebetstag kümmert.

Der Altar in St. Mariä Himmelfahrt war geschmückt mit einem großen blauen Tuch, auf dem eine Blume und zwei gefüllte Obstteller standen. Bei den Gebeten, die die Frauen abwechselnd vortrugen, stellten sie jeweils eine Inselgruppe der Bahamas dar, die sie auf Plakaten zeigten und später mit auf das Tuch legten.

Im Vordergrund des Gottesdienstes stand die Bibelstelle aus dem Johannesevangelium, in dem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hat: „Amen, ich versichere euch: Ein Diener ist nicht größer als sein Herr und ein Bote nicht größer als sein Auftraggeber. Das wisst ihr jetzt; freuen dürft ihr euch, wenn ihr auch danach handelt!“ Jesus verdeutlicht seinen Jüngern mit der Fußwaschung, dass Menschen sich gegenseitig dienen und Verantwortung füreinander übernehmen sollen.

Bei der Kollekte in Mariä Himmelfahrt wurden über 350 Euro gesammelt. Weltweit kommen so jedes Jahr am Weltgebetstag mehr als zwei Millionen Euro zusammen, von denen rund 60 Frauenprojekte finanziert werden können.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich noch viele Frauen, und auch Männer, zu Kaffee und Kuchen im ökumenischen Gemeindezentrum. Zur gleichen Zeit war auch bei der Evangelischen Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall der Gottesdienst zum Weltgebetstag mit anschließendem Beisammensein.

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