In fünf Spielrunden wird der neue Schachkönig ermittelt

Von: Christoph Hahn
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Mit viel Konzentration am Spielbrett: die Teilnehmer der vom Stolberger Schachverein ausgerichteten Stadtmeisterschaft im Rolandshaus, darunter der Vereinsvorsitzende Heinz-Jürgen Wagemann (zweites Brett, links) und (ihm gegenüber) Turnierleiter Alexander Meurer. Foto: C. Hahn

Stolberg. Magnus Carlsen, der neue, erst 23-jährige Weltmeister, hat das Schach wieder zurück in die Schlagzeilen gebracht. Der Alltag im Sport mit Königen, Damen und anderen Spielfiguren findet nicht zuletzt im Rolandshaus an der Steinfeldstraße statt.

Aktive des Stolberger Schachvereins und nicht organisierte Teilnehmer spielen dort noch bis zum 18. Dezember an jedem Mittwoch ab 19.30 Uhr um die Stadtmeisterschaft.

Wiewohl das Niveau sehr erfreulich ist und – mit erfreulichen pädagogischen Nebeneffekten – hier erfahrene und eher unerfahrene Spieler antreten: Mit dem Zuspruch sind Turnierleiter Alexander Meurer und Vereinsvorsitzender Heinz-Jürgen Wagemann ganz und gar nicht zufrieden. Ganze sieben Jünger der Schachgöttin Caissa haben sich zu den insgesamt fünf Runden in diesem Jahr angemeldet. Enttäuscht kommentiert Meurer die Resonanz mit Blick auf die lange Tradition der Stadtmeisterschaft: „Die Einladung wird immer ausgesprochen – aber angenommen wird sie selten.“

Derweil auch Bauern, Pferde und Türme nahezu geräuschlos von einem Feld zum anderen bewegt werden und die Hände der Teilnehmer ebenso lautlos im Wechsel mit dem Gegenüber die Spieluhr stoppen, zeigen sich auch die Stärken des im Rolandshaus angewendeten, nach dem Niederländer Jan Hendrik Keizer benannten Wettbewerbssystems: Dabei gibt es zum Beispiel im Gegensatz zur Fußball-Bundesliga keine vorhersehbaren Begegnungen. Ausgelost wird erst vor jeder einzelnen der fünf Runden, was somit für einen Moment der Spannung sorgt.

Zugleich steht die Stadtmeisterschaft für den Versuch des Vereins, Schachinteressierte außerhalb der eigenen Reihen mit einzubeziehen. Aber dass die Meisterschaft ein so spieltechnisch wie taktisch hohes Niveau aufweist, hat auch etwas mit der soliden, auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Schulungstätigkeit zu tun. Zwischen 13 und 15 Mädchen und Jungen treffen sich regelmäßig mit Trainer Peter Preuschoff, um ihre Fertigkeiten zu vervollkommnen.

Turnierleiter Meurer weiß um die Vorteile des Trainings: „Das ist nicht nur gut für Kinder, die Talent haben, sondern auch für die, die an Konzentrationsschwächen leiden.“ Dabei kommt es im Verein nicht nur auf Punkte und Tabellen, sondern auch auf die sozialen Aspekte des Zusammenseins an: „Das Vereinsleben ist wichtig, nicht der Leistungssport“, kommentiert Alexander Meurer.

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