In dieser Saison soll es keinen Einbruch geben

Von: Jan Schlegelmilch
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Die Bilanz kann sich nach durchwachsenem Start sehen lassen: Von den letzten acht Spielen gewann Münsterbusch sieben. Nur gegen Tabellenführer Strauch/Steckenborn gab es eine Punkteteilung. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg-Münsterbusch. Herbstmeister waren sie schon. Vizemeister auch. Würde es einen Titel für verschlafene Saisonstarts geben, hätte der SC Münsterbusch diesen allerdings auch schon gewonnen.

Traditionell durchwachsen verliefen die ersten Spiele der neuen Saison für den B-Ligisten, der gegen Abstiegskandidat Roetgen II nicht über ein torloses Unentschieden hinauskam und bei Columbia Stolberg mit 0:1 verlor.

Das ist allerdings auch typisch für den SC Münsterbusch: Nach kurzen Startschwierigkeiten hat die Mannschaft schnell in die Spur gefunden, von den letzten acht Spielen gewann Münsterbusch sieben, nur mit Tabellenführer Strauch/Steckenborn teilte man sich die Punkte.

„So wie es jetzt läuft, hatten wir uns das auch vorgestellt”, meint Co-Trainer Axel Mrosek, der in dieser Trainingswoche den im Urlaub weilenden Chefcoach Dieter Malischke vertreten hat. „Nach dem zweiten Platz im letzten Jahr ist es auf jeden Fall unser Ziel, um den Aufstieg zu spielen”, macht Mrosek aus den Ansprüchen des SC keinen Hehl. Schließlich fehlt in der „Titelsammlung” nur noch der einzig entscheidende Titel: die Meisterschaft.

Und die Chancen, diese nach dem Abstieg aus der Kreisliga A vor drei Jahren und zwei gescheiterten Anläufen endlich zu holen, sind gut. „Es gibt keine Übermannschaft in der Gruppe”, weiß auch Axel Mrosek, dass die Liga in dieser Spielzeit sehr ausgeglichen ist. Nach zehn Spieltagen haben sich mit Münsterbusch (23 Punkte), Columbia Stolberg (22), Vichttal II (21) und ASA Atsch (19) vier Stolberger Mannschaften an die Fersen von Spitzenreiter Strauch/Steckenborn (25) geheftet. Und wenn es nach Axel Mrosek geht, dann können die Eifeler auch noch etwas länger ganz oben stehen bleiben - nur eben am letzten Spieltag nicht. „Es ist etwas besser für uns, wenn wir nicht die Gejagten sind. Wir müssen auch kein Herbstmeister werden. Wichtig ist nur, was am Ende dabei herauskommt”, spricht Mrosek aus schlechter Erfahrung.

Denn in der vergangenen Saison, da sah es zur Winterpause noch so aus, als sei Münsterbusch die alles überragende Mannschaft der Liga, die auf dem Weg zum Titel nicht mehr aufzuhalten wäre. „Es war ein bisschen enttäuschend, dass wir es mit zehn Punkten Vorsprung nicht geschafft haben. Das wollen wir dieses Jahr vermeiden”, erinnert sich der Co-Trainer an die schwache Rückrunde, die dafür verantwortlich war, dass der Stolberger SV den SC Münsterbusch in der Tabelle noch überholte. Daran erinnern sich auch die meisten Spieler noch, denn den Verein verlassen hat trotz des verpassten Aufstiegs niemand. Und das ist eben auch typisch Münsterbusch: Der Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Verein wird am Glashütter Weiher groß geschrieben, der überwiegende Teil der Mannschaft spielt schon seit Jahren zusammen.

Mit Michael Königs von Frisch-Froh Stolberg ist nur ein Spieler „verpflichtet” worden, dafür hat der Verein mit Kevin Uvira und Niko Kaiser sowie Benedikt Wynands und Domenik Schlarb jeweils zwei Spieler aus der A-Jugend und aus der zweiten Mannschaft in das Team integriert. „Die Jungs machen ihre Sache ganz gut, stehen zum Teil auch unter den ersten Elf”, stellt Mrosek dem Nachwuchs ein gutes Zeugnis aus. Dass er den Spielern nur noch von der Seitenlinie und nicht mehr wie in der vergangenen Saison auf dem Platz Anweisungen geben kann, stört den Co-Trainer nicht: „Es macht sehr viel Spaß als Co-Trainer. Und die Füße kribbeln auch nicht”, hat sich Mrosek mit der Situation angefreundet, betont aber: „Wenn sich jemand verletzen sollte, stehe ich natürlich bereit.”

Selbst spielen will Mrosek am Sonntag in Rott (Anpfiff 11 Uhr) - trotz des schönen Kunstrasens - dementsprechend nicht. Was für eine Mannschaft der Rotter Reserve Münsterbusch dort erwartet, kann auch Mrosek nur vermuten. Klar ist allerdings: „Unser Ziel sind drei Punkte.”

Drei Punkte auf dem Weg zum fehlenden Titel. Der Co-Trainer ist optimistisch: „Die Mannschaft ist gegenüber dem letzten Jahr gereift. Ich gehe davon aus, dass wir diesmal nicht so einbrechen. Wir sind besser aufgestellt.”
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