In der Werkstatt weht ein frischer Wind

Von: Daniela Martinak
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Für längere Zeit waren die T
Für längere Zeit waren die Türen der Textilwerkstatt geschlossen. Jetzt kümmert sich Nathalie Kober dort ums Konzept. Foto: D. Martinak

Stolberg. Carmen und Thomas (Namen geändert) haben keine Perspektive. Sie gehen nicht mehr zur Schule, und ohne Abschluss finden sie nun auch keine Arbeit. Abgesehen davon wissen die beiden Jugendlichen auch gar nicht, was sie mit ihrer Zukunft anfangen sollen.

Seit ein paar Monaten besuchen sie die Stolberger Jugendwerkstatt. Seitdem hat sich das Blatt gewendet. Sechs pädagogisch ausgebildete Mitarbeiter helfen ihnen und 22 anderen Stolberger Schulabbrechern dabei, sich neu zu orientieren und einen Weg zu finden. „Die Jugendlichen haben hier die Chance, sich mit der Arbeitswelt vertraut zu machen und in verschiedene Bereiche Einblick zu erhalten”, erklärt Manfred Hausen von der Jugendwerkstatt.

In der Gärtnerei und der Holzwerkstatt lernen die Heranwachsenden anzupacken und Verantwortung zu übernehmen, und in der Textilwerkstatt ist das nötige Feingefühl gefragt. In jedem Bereich werden bis zu acht Jugendliche betreut. Bis vor Kurzem blieben die Türen der Textilwerkstatt allerdings geschlossen. „Nachdem die ehemalige Textillehrerin plötzlich verstorben war, brauchten wir erst einmal Zeit, das zu verarbeiten”, sagt Gertrud Smets, die Leiterin der Einrichtung. An dieser Stelle kommt Nathalie Kober ins Spiel.

Die neue Werkanleiterin für den Textilbereich hat nicht nur frischen Wind in die Jugendwerkstatt gebracht, sondern auch frische Farbe an die Wände. Im neuen Glanz des Textilraums werden nun auch dort wieder Jugendliche betreut und beschäftigt. Das Konzept der Einrichtung, das Engagement der Mitarbeiter und die Möglichkeiten, die sich dank guter Zusammenarbeit mit dem Jobcenter so für die Jugendlichen bieten, verdienen großes Lob.

Das sieht die Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft genauso. Deshalb unterstützt sie die Bemühungen als Sponsor. Mit ihrem Beitrag sollen die erlebnis- und kulturpädagogischen Angebote unterstützt werden. Im kommenden Jahr steht ein Theaterprojekt auf dem Programm. Eigens dazu wurde eine Theaterpädagogin aus Düren ins Boot geholt, die dann mit den Teenagern an einem Improvisationstheater arbeiten soll.

Auch Carmen und Thomas wollen daran teilnehmen. Und vielleicht geht es in dem Stück um Perspektiven, vielleicht werden sie als Schauspieler zeigen, wie sie sich ihre Zukunft nun, dank der Hilfe der Jugendwerkstatt, vorstellen können.
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