In der Koordinationsstelle laufen alle Fäden zusammen

Von: gro
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Soll die neue Koordinationsstelle aufbauen und leiten: der Seniorenbeauftragte der Stadt Stolberg, Paul Schäfermeier. Foto: Grobusch

Stolberg. Den finanziellen Rahmen hatte der Hauptausschuss mit der Bereitstellung von zunächst 20.000 Euro für die Einrichtung und Ausstattung bereits in der vergangenen Woche geschaffen.

Am frühen Dienstagabend nun ging es im Sozialausschuss um die inhaltliche Gestaltung des Seniorenbüros, das voraussichtlich Ende Mai im Erdgeschoss des Rathauses eröffnet werden soll.

Mit den ersten Konturen hat das Projekt auch einen neuen Namen angenommen, der Arbeitstitel wurde durch „Koordinationsstelle rund ums Alter” ersetzt. Was darunter zu verstehen ist, nahmen die Ausschussmitglieder mit einmütiger Zustimmung zur Kenntnis.

Und sie bestätigten auch das von der Verwaltung vorgelegte Anforderungsprofil, dem Paul Schäfermeier nun in der Praxis Rechnung tragen soll.

Vom Bürgermeister wird der zum 1. Dezember 2008 eingestellte Seniorenbeauftragte der Stadt schon einmal mit Vorschusslorbeeren bedacht. „Er ist ein Glücksfall für uns”, lobt Ferdi Gatzweiler und fügt hinzu: „Er packt auch die kleinen Dinge ganz konkret an.”

Zunächst einmal aber wird es in erster Linie um das große Ganze gehen. Den mit „Wohnen”, „Bildung”, „Freizeit”, „Gesundheit” und „interkulturelles Angebot” soll das Büro nicht weniger als fünf konzeptionelle Schwerpunkte abdecken - und zugleich eine Lotsenfunktion übernehmen, die es ermöglicht, der zunehmenden Zahl von älteren Menschen in Stolberg Hilfe zu bieten und ihren vielfältigen Anliegen gerecht zu werden.

„Beim Thema Wohnen beispielsweise geht es nicht nur um die wichtige Einzelfallberatung, sondern auch um eine strukturelle Arbeit in unserer Stadt”, betont Ferdi Gatzweiler.

Strukturen schaffen und „zukunftsorientierte Arbeit” leisten soll die neue Koordinationsstelle auch wenn es darum geht, die Ressourcen von älteren Menschen zum Vorteil der jüngeren Generationen zu nutzen. „Senioren können sich mit ihren Erfahrungen und ihren Kompetenzen in die Gesellschaft einbringen”, zeigt sich der Bürgermeister überzeugt und nennt mit der Hausaufgabenhilfe, Familienpatenschaften und der Kinderbetreuung drei Beispiele.

In den Fokus gerückt werden soll zudem das weit reichende Thema Demenz, dem sich seit Februar auch ein neu eingerichteter Arbeitskreis widmet. In diesem wie auch in der Koordinationsstelle sollen zahlreiche Kooperationspartner mitwirken, zu denen der Senioren- und der Integrationsbeirat, die Pflegeberatung im Kreis Aachen und die Stolberger Tafel ebenso zählen wie SkF und SKM, die Rentenberatung und die Polizei.

Allesamt soll ihnen auch die Möglichkeit zu regelmäßigen Sprechstunden in den zukünftigen Räumlichkeiten im Rathaus geboten werden.

Dass die Koordinationsstelle in der Kupferstadt auf eine große Resonanz stoßen wird, steht für Ferdi Gatzweiler außer Frage. „Durch ihre Einrichtung und die Einbindung der freien Träger wird die Seniorenarbeit in Stolberg auf eine ganz neue Basis gestellt.” Dass dies erforderlich ist, offenbart ein Blick auf die statistischen Prognosen. Demnach wird der Anteil der über 80-Jährigen in Stolberg bis 2020 von derzeit 3,3 auf 7,9 Prozent steigen.
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