Stolberg - In der Kita Franziskusstraße ist es mit der Ruhe jetzt vorbei

In der Kita Franziskusstraße ist es mit der Ruhe jetzt vorbei

Von: Michael Grobusch
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Die Kinder freuen sich schon auf die baldige Fertigstellung des erweiterten Außengeländes. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Der große Ansturm ist am Montag ausgeblieben. Das allerdings liegt ausschließlich an den noch laufenden Schulferien und dürfte sich in den kommenden Tagen zunehmend ändern.

Dann wird es vorbei sein mit der Ruhe, zum Beginn des neuen Kindergartenjahres an der Franziskusstraße herrschte. In der städtischen Kindertagesstätte, die zugleich Stolbergs erstes Familienzentrum ist, werden sich nach und nach insgesamt 100 Kinder einfinden und zusammen mit den Erzieherinnen und Therapeuten ein neues Zeitalter einläuten.

Zwei zusätzliche Gruppen konnten dank des großzügigen Neubaus eingerichtet werden. Erstmals gibt es jetzt auch - entsprechend dem großen Bedarf in der Velau - Plätze für Zweijährige. Und in den vier integrativen Gruppen finden nunmehr jeweils sechs Kinder mit besonderem Förderbedarf einen Platz.

„Wir hätten noch deutlich mehr U3-Kinder aufnehmen können, aber der Rechtsanspruch der Dreijährigen hat Priorität”, weiß Erzieherin Monika Schwalm. Immerhin: Dank der erweiterten Kapazitäten hat sich die einst erschreckend lange Warteliste deutlich verkürzt, erstmals musste kein dreijähriges Kind aus dem Viertel abgewiesen werden.

Das ist bei weitem nicht die einzige Errungenschaft, die mit dem Neubau verbunden ist. Denn neben der quantitativen Verbesserung wird die Arbeit dank der modernen Ausstattung auch qualitativ deutlich aufgewertet. Während es in der Vergangenheit immer wieder Einschränkungen gab, weil die kleine Turnhalle überlastet war, bieten jetzt zwei Therapieräume für Logopädie, Motopädie und Physiotherapie völlig neue Möglichkeiten. Das gilt auch für den „Raum der Sinne”, mit dem die Einrichtung in puncto Ausstattung und therapeutische Methoden in Stolberg eine Vorreiterrolle übernehmen wird.

„Wir hoffen, dass wir im nächsten Kindergartenjahr für jedes zweijährige Kind, das angemeldet wird, auch einen Platz bieten können”, benennt Josef Offergeld bereits das nächste Ziel. „Außerdem streben wir an, in Zukunft auch zweijährige integrative Kinder aufzunehmen”, so der städtische Jugendpfleger.

Fünf zusätzliche Erzieher(innen)

Fünf zusätzliche pädagogische und zwei weitere therapeutische Fachkräfte verstärken das jetzt knapp 30-köpfige Team der Kita Franziskusstraße. Und auch das ist neu: Gleich drei männliche Mitarbeiter gehören nun zum Kollegium. „Wir sind froh, wenn der Betrieb jetzt richtig losgeht und die Neuen sich einarbeiten können”, blickt Offergeld erwartungsfroh auf die kommenden Wochen. Die werden noch mit einer Einschränkung verbunden sein.

Der deutlich vergrößerte und auf drei Ebenen angelegte Außenbereich ist noch nicht ganz fertiggestellt. Spätestens Ende August soll aber das gesamte Gelände nutzbar sein. Lediglich mit der Bepflanzung muss noch bis November gewartet werden. „Wir haben die Zahl der Spielgeräte bewusst niedrig gehalten, weil die Kinder das vielfältige Terrain als solches entdecken und als Spielraum nutzen sollen”, betont Monika Schwalm.

Auch hier bietet der Um- und Ausbau der Kindertagesstätte die Möglichkeit, neue Wege einzuschlagen. Keine Frage: An der Franziskusstraße hat mit dem Kindergartenjahr auch die Zukunft begonnen.
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