Stolberg - In der Hauptschule Kogelshäuserstraße gehen die Lichter aus

In der Hauptschule Kogelshäuserstraße gehen die Lichter aus

Von: Sonja Essers
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Abschiedsfeier: Schulleiterin Brigitte Zilligen (Mitte) und ihre Vorgänger Christian Dorn, Gerd Szepannek, Ralf Einars und Jörg Klein (von links) auf der Abschiedsfeier der Hauptschule Kogelshäuserstraße. Foto: Sonja Essers

Stolberg. Die Gemeinschaftshauptschule an der Kogelshäuserstraße gehört nun der Vergangenheit an. Am letzten Schultag gingen dort die Lampen aus und so wurde das Ende einer (Schul-)Ära eingeläutet. Bevor es allerdings soweit war, stand am Donnerstagabend im Rittersaal der Stolberger Burg die offizielle Abschiedsfeier auf dem Programm.

Schnell wurde deutlich, dass bei Schulleiterin Brigitte Zilligen und ihren Kollegen zwar Wehmut herrschte, sie aber auch optimistisch in die Zukunft blickten. Getreu dem Motto: Wenn gefeiert wird, dann auch richtig. Diese Einstellung bewunderte auch Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Ich muss Ihnen ein großes Kompliment machen. Die Art und Weise wie Sie sich von Ihrer Schule verabschieden, ist bemerkenswert“, sagte er.

Planungen ab 1949

Grüttemeier und auch Zilligen gingen in ihren Ansprachen auch auf die Geschichte der Schule ein. 1949 wurde mit der Planung begonnen. Es entstanden eine katholische Mädchenschule und eine evangelische Volksschule. Ende Mai 1952 wurden die beiden Schulen eingeweiht. Im Jahr 1968 wurde beschlossen, die Volksschule aufzulösen. Die bisherige Volksschule und Mädchenschule wurde in Hauptschule Kogelshäuserstraße umbenannt.

In den kommenden Jahren standen der Bau eines Pavillons (1976), die Einführung der 5-Tage-Woche (1976/1977), Umbau und Modernisierung der Sporthalle (1985/1986), Einführung des Ganztagsbetriebs (1988/1989) sowie die Gründung der Internationalen Förderklasse (1995) auf dem Programm. 2002 wurde die Schülerzeitung „KogelStreetNews“ gegründet. Für ihre Ausgaben heimsen die Schüler immer wieder beachtliche Preise ein. Erst in diesem Jahr belegte die Redaktion beim Schülerzeitungs-Wettbewerb der rheinischen Sparkassen und zehn regionaler Tageszeitungen den fünften Platz.

Im Sommer 2009 entstand der Erweiterungsbau mit drei neuen Klassen, Fachräumen für die Naturwissenschaften und für die Technik sowie ein Ruhe- und Bewegungsraum. Die Neugestaltung von Mensa und Schülercafé und der Räume für die Sozialarbeit stand ebenfalls an. Bis 2013 gehörte die Hauptschule in der Kogelshäuserstraße zu einer der größten Hauptschulen in der Stadt und dem damaligen Kreis Aachen. Zum Schuljahr 2013/2014 wurde die Schule auslaufend schließend gestellt, im selben Gebäude startet die Sekundarschule. Zum Schuljahr 2017/2018 stand schließlich die Umwandlung der Sekundarschule in die Gesamtschule an.

„Die Geschichte der Schule war stets vom Wandel geprägt“, so Grüttemeier. Und auch unterschiedliche Schulformen in einem Gebäude hätten schon früh eine Rolle gespielt. An der Kogelshäuserstraße wäre die Schule stets mehr gewesen als nur Unterricht. „Die Schulform ist egal. Was zählt sind der Geist und die Menschen, die vor Ort arbeiten“, so Grüttemeier weiter. Diesbezüglich sei die Schule exemplarisch für die gesamte Stadt gewesen. „Sie haben die Schule nicht abgewickelt, sondern vorbereitet auf die weitere Geschichte, die geschrieben wird“, so der Bürgermeister.

Zusammenhalt im Kollegium

Nicht nur das aktuelle Lehrerkollegium, aus dem alle Lehrer eine neue Stelle finden konnten, sondern auch ehemalige Kollegen und Schulleiter waren zum Abschied eingeladen. Ihren Vorgängern dankte Brigitte Zilligen besonders. Schließlich wäre ohne sie und ihre Arbeit ein derartiger Zusammenhalt innerhalb des Kollegiums nicht entstanden, meinte sie. Seine Gedanken zum Abschied gab auch der Lehrerchor zum Besten. Mit umgedichteten Texten zu bekannten Melodien sangen sie „Maat et jot. Et wor schön, doch vell ze koot“.

 

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