In der Fantasie wird die Wolff-Farm zu Afrika

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
Trommeln aus dem Herzen Afrika
Trommeln aus dem Herzen Afrikas: Kinder lernen bei den Ferienspielen des Jugendamtes auf der Wolff-Farm den „schwarzen Kontinent” kennen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Gressenich. Afrika liegt gleich um die Ecke - und zwar in Gressenich auf der Wolff-Farm. Die Genauigkeit der geografischen Entfernung spielt dabei keine Rolle, denn in der Fantasie sind die rund 7000 Kilometer kein Hindernis.

Der schwarze Kontinent ist das Themenmotto der Ferienspiele, die das Jugendamt auch in diesem Jahr wieder mit Hilfe von Sponsoren stemmt.

Die Wolff-Farm in Gressenich ist ideal für diesen Zweck. Mitten im Wald gelegen, erinnert das Gelände an eine Insel, die nur dafür gemacht ist, Abenteuer zu erleben. Der Brückenschlag zu anderen Kulturen gelingt hier spielerisch, hier wird fürs Leben gelernt. Insgesamt 60 Kinder nehmen teil, die in zwei Gruppen jeweils eine Woche bespaßt werden. Die erste demonstrierte am Freitag ihren Eltern einen Querschnitt der vergangenen fünf Tage. Am heutigen Montag beginnt der Spaß für weitere 30 Kinder von vorn (siehe Ferienkalender unten).

Es sind immer mehr Anfragen als freie Plätze da, bilanziert Sozialarbeiterin Tamara Königsmann, die mit ihrer Kollegin Angela Kaesler die Aktion leitet. Weitere vier Betreuer helfen mit, den Kindern die afrikanische Kultur näher zu bringen. Afrika hat viele Gesichter, aber typisch für den Kontinent sind seine Musik, das Trommeln, das ungezwungene Tanzen und die bunten Gewänder. Die Kinder nehmen die fremde Kultur auf verschiedenen Ebenen auf: „Wir bereiten afrikanisches Essen zu, studieren afrikanische Tänze ein und Sebastian Oles zeigt den Kindern, wie getrommelt wird”, sagt Königsmann.

Gina, acht Jahre alt, fasziniert, wie unterschiedlich das Trommeln klingen kann, nur allein dadurch, dass man den Rhythmus verändert. Auch die Schatzsuche begeisterte sie, genau wie Nina: „Überall hier auf der Farm waren Umschläge mit Aufgaben versteckt”, erklärt das Kind: „Die Jungs sind immer vorgerannt und hatten deswegen meistens immer zuerst die Umschläge gefunden.” So auch der achtjährige Luca. „Die Schatzsuche war das Allerbeste”, sagt der Junge mit einem Seufzer, der tiefe Erkenntnis verrät.
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