Stolberg-Büsbach - Improvisation ist in Büsbach endlich vorbei

Improvisation ist in Büsbach endlich vorbei

Von: Dirk Müller
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Claus Sieverding gibt den Blick frei auf die erneuerte Betonummantelung der Decke in der Büsbacher Grundschule Bischofstraße. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Die Zeit der Improvisation, Übergangslösungen und Notbehelfe ist für die Schüler, das Lehrerkollegium und die Verwaltung der Grundschule in der Büsbacher Bischofstraße nun vorbei. Seit Mai dieses Jahres wurden im Erdgeschoss des Hauptgebäudes tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, die den Schulbetrieb naturgemäß beeinträchtigten.

Zwar wurden lärmintensive Arbeiten in der Zeit von 16 bis 22 Uhr getätigt, aber mehrere Räume im Erdgeschoss standen den 350 Schülern nicht zur Verfügung, und auch die Klassen im Obergeschoss mussten teilweise „umziehen”, damit Unterricht gewährleistet werden konnte.

Alle Räume wieder nutzbar

„Bewegungs- und Sachkunderaum waren ebenso wenig nutzbar wie die Bücherei, so dass die Kinder mit den Büchern von einem Raum zum nächsten zogen. Oft mussten sich zwei Gruppen einen Raum teilen”, beschreibt Schulleiterin Irmgard Remmert, die jetzt aufatmet, da alle Räume wieder nutzbar sind.

Schließlich waren Kollegium und Verwaltung ebenfalls direkt von der Sanierung betroffen: Das Lehrerzimmer befand sich monatelang in einem Container, und Remmert teilte sich mit ihrer Stellvertreterin Elisabeth Liffmann, Sekretärin Jutta Wieland und dem Hausmeister Alfred Rey zusammen eine einzige Räumlichkeit im Keller.

2009: Tiefe Schäden festgestellt

Im Zuge einer geplanten Deckensanierung wurden 2009 tiefe Schäden waren in den Decken des Erdgeschosses festgestellt worden. Die Betonummantelung der Stahlrippen war marode, und eine Komplettsanierung der 400 Quadratmeter großen Fläche damit unumgänglich.

„Während die Stahlträger die Zugkräfte auffangen, verhindert die Betonummantelung Korrosion sowie starkes Erhitzen des Stahls und dient damit dem Brandschutz. Der Beton fängt außerdem die Druckkräfte auf”, so Fachbereichsleiter Josef Braun.

390000 Euro hatte die Stadtverwaltung für die Maßnahme bewilligt, von denen 320000 Euro nach Abschluss der Deckensanierung im Spritzbetonverfahren aufgebraucht sind. Im Zuge der notwendigen Arbeiten sei im Endeffekt eine Sanierung mit Mehrwert im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten erfolgt, erläutert Claus Sieverding, Sachbearbeiter des Hochbauamts: „Die Wände und die alten Bodenbeläge der Räume im Erdgeschoss wurden durch die Arbeiten in Mitleidenschaft gezogen, so dass wir die Räume renoviert und neue Bodenbeläge eingezogen haben. Zusätzlich wurde die alte Einfachverglasung im Erdgeschoss und der ersten Etage durch moderne Fenster ersetzt.”

Die sanierte Decke sei zudem mit Platten versehen, die den Nachhall eindämmen und somit für eine bessere Raumakustik sorgen.

Mit den verbliebenen 70000 Euro wolle man im nächsten Jahr unter anderem die Problematik der Feuchtigkeit in der Turnhalle angehen.

„Wir werden dort einen Fallschutz aus Holz anbringen. Ferner werden wir das Jugendstil-Gebäude der Schule mit neuen Fenstern ausstatten und die Belüftung der Toiletten im Keller verbessern”, sagt Ulrich Coopmann, Leiter des Hochbauamtes.
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