„Immer der Nase nach” im Reich der Sinne

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
Der „Markt der schönen Dinge
Der „Markt der schönen Dinge” stieß mit seiner interessanten Mischung bei den zahlreichen Besuchern auf großes Interesse.

Stolberg. Noch bevor der Blick umherschweift, üben die ersten Düfte ihren Zauber aus: Es riecht nach edlen Kaffeesorten und frischen Crêpes, und dabei soll es nicht bleiben.

Single Malt Whiskys, handgemachter Nougat, erlesene Pasteten und Quiches verströmen ihren Wohlgeruch, und der weitere Besuch von „Kunst und Kulinaria” im Museum Zinkhütter Hof kann getrost nach dem Motto „immer der Nase nach” vonstatten gehen.

Organisatorin Sandra Ganser hatte einen „Markt der schönen Dinge” ankündigt, und den gibt es tatsächlich. Zahlreiche Gäste genießen ihn bei der zweitägigen Premiere vor historischer Kulisse.

Schon im Museum selbst kommen die Nasen und die Augen der Besucher auf ihre Kosten: Der Multifunktionsraum samt Emporen und auch die angrenzenden Ausstellungsräume sind kaum wiederzuerkennen, sie beherbergen ein buntes Miteinander von Kunst, Kunsthandwerk und kulinarischen Köstlichkeiten.

Malerei, Plastiken, Fotokunst treffen auf Kanapees, Wein, Tapas und Pralinen, dazwischen gibt es hochwertiges, individuelles Handwerk. Feines aus Tuch, Taschen, Schmuck, Lederaccessoires, ein Stand, an dem luxuriöse und natürliche Schreibgeräte aus Holz angeboten werden, handgefertigte Dekorationsartikel in Hülle und Fülle, exklusive Hüte und vieles mehr warten darauf, genauer betrachtet zu werden.

Hier kommt der nächste Sinn ins Spiel, denn „Anfassen ist erlaubt” lautet eine der Devisen von „Kunst und Kulinaria”. Die lukullischen der rund 80 Aussteller schlagen die Brücke von Kunst zu Feinkost schon durch die Präsentation ihrer Gaumenfreuden. Manches ist derart kunstvoll angerichtet, dass man sich kaum überwinden kann, die Leckereien zu probieren. Doch nach einem Wort des Zuspruchs der Aussteller jubelt dann auch der Geschmackssinn der Gäste. Diesen kann man auf dem Weg ins Forum des Museums ebenfalls bei Laune halten, denn Wurst aus der Provence lockt auf dem Außenareal ebenso wie delikater Käse.

Im Forum gesellt sich zu der ausgestellten Kunst und den dargebotenen Köstlichkeiten die Kreativität - und zwar die der Besucher: Workshops wie „Basteln mit Natur- und Recyclingmaterialien” oder „Monster Filzen” lassen die Besucher selbst künstlerisch aktiv werden. „Beim Papierfilzen haben bisher mehr Erwachsene als Kinder mitgemacht”, schmunzelt Ganser. Das Windmühlenbacken sei allerdings den kleinen Besuchern vorbehalten, während die großen an einem Cocktail-Kurs teilnehmen könnten.

Am Sonntag kommt dann ab 12 Uhr noch der letzte der fünf Sinne hinzu, als das Streichertrio „Serafini con Panna” zu einem musikalischen Rundgang durch die Ausstellung anstimmt. Ein Rundgang, der - mit oder ohne Musik - Zeit in Anspruch nimmt. Weniger als 90 Minuten verweile kaum einer bei „Kunst und Kulinaria”, bestätigt Ganser: „Es liegt ja nicht nur daran, dass mehr Aussteller denn je vertreten sind, die Gäste haben hier auch mehr zu sehen, da allein schon das Museum so viel zu bieten hat.”

Die Veranstalterin ist am Ende spürbar glücklich für den „Markt der schönen Dinge”, der mit rund 40 Ausstellern in Kornelimünster gestartet war und jetzt ein neues Zuhause in Stolberg gefunden hat. „Wir sind hier sehr warm empfangen worden, und sowohl von den Besuchern als auch von den Ausstellenden habe ich bislang nur positive Resonanz erhalten. Der Zinkhütter Hof ist wirklich ein toller Standort für uns und bietet zudem noch viel Potenzial für die Zukunft.”
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