Stolberg - Im Jugendheim Münsterbusch werden drei Container voller Spenden sortiert

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Im Jugendheim Münsterbusch werden drei Container voller Spenden sortiert

Von: Marie-Luise Otten
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Den Inhalt von drei Seecontainern voll Spenden im Jugendheim sortiert: Alle Helfer und Verantwortlichen freuen sich, dass sie alles rechtzeitig geschafft haben. Foto: Otten

Stolberg. Es ist wie ein kleines Weihnachtsfest an diesem Morgen im Jugendheim in Münsterbusch, nur dass Tannenbaum und Kerzen fehlen. Die vielen Kleider- und Sachspenden der Stolberger Bürger zeugen von Großherzigkeit und Hilfsbereitschaft.

Mehr als 50 Ehrenamtler, darunter 25 Jugendliche der Firma Lumileds aus Aachen, haben über 300 Umzugskartons, die eine Stolberger Firma für diese Aktion zur Verfügung gestellt hatte, sortiert.

Ihr Engagement für das soziale Projekt wird von Seiten des Bürgermeisters sehr gelobt, denn ohne die Auszubildenden hätte es die Stadt alleine nicht gestemmt.

Von Dienstag bis Donnerstag in der vergangenen Woche und das von 8 Uhr in der Früh bis 15 Uhr am Nachmittag haben sie mit den anderen Helfern der Jugendwerkstatt, der Feuerwehr, dem Jugendamt sowie den freiwilligen Helfern aus Stolberg die Waren aus den drei Überseecontainern nach Münsterbusch gebracht und diese im Saal des Jugendheims für die, denen es an allem fehlt, sortiert.

Hausmeister Sven Heinrich und sein Team waren bei den vielen praktischen Überlegungen eine große Unterstützung. Das meiste der gespendeten Sachen ist in gutem Zustand, beschädigte und nicht gereinigte Einzelteile wurden entsorgt. Jetzt können sich die Flüchtlinge der Propst-Grüber-Schule mit den warmen Wintersachen eindecken.

Immer zu acht Personen stöbern sie an diesem Morgen im 45-Minuten-Takt von Tisch zu Tisch und probieren das ein oder andere an. Manche der Helfer spielen derweil mit den Kindern oder tragen eins der Babys durch den Raum. Die Organisation liegt in den Händen von Hildegard Nießen und Beate Baumanns.

„In dieser Woche wird wieder gepackt, und dann bringen wir alles in Räumlichkeiten des SkF, der dann für die Verwaltung und die Ausgabe zuständig sein wird“, sagt die Ehrenamtsbeauftragte: „Und da freuen wir uns, dass die Firma Lumileds ihr Hilfsangebot für die nächsten Tage noch zugesagt hat“, so Nießen weiter.

Der Ausbilder Leo Aretz hat seine Schützlinge die ganze Zeit begleitet und auch der Ausbildungsleiter Martin Clermont war mehrfach während der Woche vor Ort. Geschäftsführer und Personalchef Marc Beckers erzählt, dass es sich bei den Azubis um eine freiwillige Initiative handelt.

Ihr Engagement, in Stolberg mitzuhelfen sei unter der Belegschaft auf große Resonanz gestoßen, die sie gerne unterstützen. Stellvertretend für viele Stolberger Ehrenamtler bedankt Hildegard Nießen sich bei Gerlinde Bläsius und dem Ehepaar Albert und Veronika Ulrich, auf die sie zu unterschiedlichen Zeiten immer zählen konnte.

„Nur wenn wir alle anpacken, meistern wir das Flüchtlingsproblem!“, meint Nadine Rothanns, die stellvertretend für die Azubis spricht. „Für mich ist die Arbeit schon sehr gewöhnungsbedürftig“, so die 23-Jährige, die als Industriekauffrau sonst viel am Schreibtisch sitzt. „Ich war abends immer sehr müde!“ Sie erzählt, dass sie nach der Sortieraktion in Stolberg innerhalb des Unternehmens weitere Babyausstattung wie Laufstall, Kinderwagen, etc. sammeln und in einer weiteren Weihnachtsaktion Kindern Wünsche erfüllen möchte.

Die jungen Auszubildenden stimmen ihr zu, dass es hier im Jugendheim etwas anderes sei, als im Betrieb zu arbeiten. „Jetzt erst weiß ich, wie gut es mir geht“, erklärt der 19-jährige Philipp Poggensee. Den Jugendlichen gefällt das Fahren, Beraten, Spielen und teilweise auch Dolmetschen – auf russisch, albanisch und arabisch) mit den Flüchtlingen. Dass sie für manchen Jugendlichen ein Vorbild sind, ist ihnen nicht bewusst. Ihnen geht es um die Sache, die mit viel Begeisterung und Herzblut einfach getan wird.

Der SkF wiederum will in Kürze in der Birkengangstraße 3 eine Stelle einrichten, wo die Stolberger Bevölkerung weitere Kleidung abgeben kann.

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