Im „Handball-Krimi“ gelingt nur Remis

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Gegen den Tabellenführer der Handball-Landesliga, MTV Köln II, hätten die Spieler des Stolberger SV fast einen Sieg eingefahren. Foto: C.v.d. Stein

Stolberg. In der Handball-Landesliga trennten sich die Herren-Teams von Stolberger SV und MTV Köln II mit einem Unentschieden und 21:21 Toren. Gegen den Tabellenführer lieferte die Stolberger Mannschaft einen großen Kampf am Glashütter Weiher ab.

Nach dem Abpfiff einer hochklassigen Partie musste man im Stolberger Lager traurig feststellen, dass man sich erhobenen Hauptes aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat. Die Stolberger Heimspielstärke wird durch eine deutliche 24:2 Bilanz belegt. Allerdings zeigt die Auswärtsbilanz der Devils, dass diese Saison mehr hätte möglich sein sollen.

Der Gast aus Köln trat zwar in voller Teamstärke an, musste jedoch auf Robert Schallenberg und Jonathan Becker verzichten, der SSV konnte mit den Ausfällen von Alex Struth, Danny Sanft, Tim Heister und Holger Dahmen nur neun Feldspieler aufbieten. Der MTV war bereits vor Anpfiff aufgestiegen, da BTB Aachen 2 in Nümbrecht nur ein Remis gelang. Trotzdem wollte das Team des Trainerduos Dunker/Lipka auch die Tabellenführung bis zum Saisonende behaupten.

Beiden Mannschaften merkte man an, dass sie bestens auf ihre Gegner vorbereitet waren, so dass in dem Spiel der beiden erfolgreichsten Angriffsreihen nunmehr die Abwehrformationen mit sehr starken Torhütern der Partie den Stempel aufdrückten. So stand es nach 12 Minuten 2:4 aus Sicht des SSV.

Während der MTV vorzugsweise durch Tore aus dem Rückraum zum Erfolg kam, musste der Gastgeber im Positionsspiel viel Aufwand betreiben, um zum Abschluss zu kommen. Bereits in der ersten Halbzeit vereitelte der Gästetorwart mit einigen sensationellen Paraden eine durchaus mögliche Pausenführung der Devils.

Auf der anderen Seite konnte auch Devils-Keeper Yannick Töws ein ums andere Mal überzeugen. Die Partie wogte - von taktischen Feinheiten geprägt - hin und her. Bis zum Halbzeitpfiff gelang es dem Gast dann, auf 9:11 zu erhöhen, wobei besonders kurz vor der Pause bei den Gastgebern etwas die Kräfte schwanden.

Im 2. Durchgang entwickelte sich dann ein wahrer Krimi. Der SSV konnte schnell ausgleichen und hatte oftmals die Chance sich weiter abzusetzen, doch scheiterten die Devils mehrfach frei stehend am Keeper. Der MTV wechselte im Rückraum durch und stellte die SSV-Defensive vor neue Aufgaben. Der Gastgeber musste nun auch seinen Akteuren kurze Verschnaufpausen zugestehen, und stellte auf eine 5:1-Abwehr um. Beim 20:18 knapp drei Minuten vor Ende hatte man die große Chance auf drei Tore zu erhöhen, doch auch dieser freie Wurf wurde Beute des Torwarts.

So kam der Gast kurz vor Schluss gegen fünf Feldspieler des SSV doch noch zum insgesamt verdienten Ausgleich. Im Stolberger Lager bestand nach dem Punktgewinn gegen den Tabellenführer und Aufsteiger die Gewissheit, sich auch in dieser Saison wieder einen Schritt nach vorne bewegt zu haben. Selten spielten in der oberen Hälfte so viele ausgeglichene Mannschaften in der Landesliga wie diese Saison.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Zweitvertretungen der Oberligateams in dieser Landesligasaison auch des Öfteren als das Zünglein an der Waage bewiesen haben, da Sie auf Grund der großen Kaderstärke nahezu beliebig Spieler für die Landesliga freispielen konnten. Feststellen muss man, dass sich die Stolberger mit dem jüngsten Kader auf fast allen Positionen deutlich stabilisiert haben.

Zu hoffen bleibt, dass die „Ernte“ für die kontinuierliche Aufbauarbeit, vorwiegend mit Eigengewächsen aus der SSV-Jugend, im nächsten Jahr zum verdienten „Aufstiegserlebnis“ führt. Nach dem Spiel zollte Coach Schellenbach dem eigenen Team und dem Gast die sportliche Referenz zum tollen Spiel und zum verdienten Aufstieg der Köln Mülheimer Truppe. Beide Seiten waren sich einig, dass man trotz des Remis echte Werbung für guten Handballsport betrieben hat.

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