Stolberg-Mausbach - Im Auftrag des Wolfes: Jürgen Tillmann vom Nabu engagiert sich

Im Auftrag des Wolfes: Jürgen Tillmann vom Nabu engagiert sich

Von: Christoph Hahn
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Wolf Symbol Wölfin Foto:  Julian Stratenschulte/dpa
Gefürchteter Jäger: der Wolf ist in den vergangenen Jahren wieder vielerorts in Deutschland heimisch geworden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Stolberg-Mausbach. Jürgen Tillmann ist ein Mann mit einer Mission. Worum es ihm geht, zeigt der Mausbacher unmittelbar – mit einem Aufdruck auf seinem hellblauen Hemd: „Wolfsbotschafter“ steht darauf, ein Titel, den ihm der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) verliehen hat. In dieser Eigenschaft bestritt Tillmann nun ein echtes Heimspiel.

In Mausbach, genauer: im Saal der „Kupferkanne“ am Markusplatz, informierte er mit einem Vortrag vor zahlreichen Zuhörern über: „Die Rückkehr der Wölfe“ – so der Titel des Referates – nach Mitteleuropa. Denn „Kurti“, der wegen großer Nähe zu Menschen erschossen wurde, steht nicht allein dar.

Jedweder Angst vor Wölfen versuchte der Referent von vornherein die Spitze zu nehmen und formulierte im Hinblick auf die Zahl der nach Deutschland eingewanderten Tiere beruhigend: „Bei 40 Rudeln haben wir noch ein bisschen Platz.“ Jedwedem illegalen Abschuss von Wölfen erteilte Tillmann eine energuische Absage: „Der Weg führt über die Biologische Station“, die dann die Freigabe erteile oder auch nicht. Rat und Hilfe nicht zuletzt zum Schutz von durch den Wolf bedrohten Tieren gebe es bei den Wolfsberatern des Nabu.

Bemühen um eine sachliche, wenig gefühlsbeladene Situation kennzeichnete die Ausführungen des Fachmanns auch weiterhin: „Die Rückkehr des Wolfes“ über die Lausitz vor allem in den Nordwesten Deutschlands sei halt „des einen Freud und des anderen Leid“, merkte Tillmann an und fügte hinzu: „Laut einer Umfrage freuen sich 80 Prozent aller Deutschen über die Rückkehr des Wolfes.“ Und noch einmal versuchte der Experte, den Zuhörern jedwede Furcht zu nehmen: „Er geht in unsere Kulturlandschaft, aber er meidet den Menschen.“

Richtig sei, dass in jüngster Zeit verstärkt Wölfe auftauchen: „2016 gab es allein in NRW schon fünf Sichtungen.“ Dabei sei es durchaus möglich, dass die Tiere eines Tages auch in der Region auftauchen. Die würden dann vor allem aus einer Richtung einwandern – aus Frankreich nämlich.

Wolfsbotschafter Jürgen Tillmann ist bei Fragen über die Geschäftsstelle des Nabu Aachen-Land in Würselen erreichbar unter Telefon 02405/94708.

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