Im Alter von 16 Jahren schon das Abitur gemacht

Von: Ottmar Hansen
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Wilfriede Stallmann aus Stolberg hat bereits im Alter von 16 Jahren ihr Abitur „gebaut“. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die Prüfung ist geschafft, Wilfriede Stallmann hat ihr Abitur in der Tasche. Und das mit 16 Jahren. Die junge Dame aus Stolberg ist damit eine der jüngsten Abiturientinnen im Umkreis. Wilfriede Stallmann „baute“ ihr Abi jetzt am Goethe-Gymnasium.

„Ich war in meiner Stufe die Einzige, die erst 16 Jahre alt ist und Abitur machte“, sagt sie mit Stolz. „Die meisten Mitschülerinnen und Mitschüler waren mindestens 17, viele auch schon 18 Jahre alt.“

Der Grundstein dafür, dass Wilfriede Stallmann so früh Abitur machen konnte, wurde in der Grundschule Prämienstraße in Münsterbusch gelegt. Hier kam das Kind, dessen Mutter aus Sierra Leone stammt, im Unterricht so gut mit, dass es prompt eine Klasse überspringen konnte. Außerdem wurde die Schulzeit am Gymnasium zwischenzeitlich von neun auf acht Jahre verkürzt.

Ihre Lieblingsfächer auf dem Goethe-Gymnasium waren Geschichte und Englisch. Die Fremdsprache stand besonders hoch im Kurs. Schließlich wurde in der Familie oft Englisch gesprochen, ein Teil der Verwandtschaft lebt in London. Entsprechend wählte Wilfriede Stallmann denn auch Englisch als Abiturfach. Außerdem Geschichte, Deutsch und Biologie.

„In Geschichte musste ich eine Rede in den historischen Kontext einordnen“, schildert die 16-Jährige ihre Aufgabe. Ihr Abiturzeugnis erhält Wilfriede Stallmann wie die übrigen Absolventen bei der Abschlussfeier der Schule am 28. Juni. Zuerst geht es in die Kirche, anschließend zum Abi-Ball in Würselen, bei dem dann auch die Zeugnisse überreicht werden.

Die Reduzierung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre hält Wilfriede Stallmann übrigens eher für unglücklich. „Man hat immer bis 16 Uhr Schule, für andere Dinge bleibt da nicht mehr viel Zeit.“ Früher hatte die 16-Jährige Leichtathletik in Münsterbusch betrieben. Dem Schulstress musste diese Freizeitbetätigung geopfert werden. Stallmann: „Ich überlege aber, ob ich jetzt noch einmal zumindest mit Laufen wieder einsteigen soll.“

Auch berufliche Pläne hat die junge Abiturientin bereits: Im Wintersemester will sie an der RWTH Aachen ein Studium „International Business“ aufnehmen. Bis dahin will sie womöglich einen Studentenjob in einem Aachener Sprachinstitut ausfüllen. Und auch was nach dem achtsemestrigen Studium kommt, ist für Elfriede Stallmann schon klar: „Ich möchte in einem international ausgerichteten Unternehmen arbeiten.“

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