IG Metall: Von Entlassungen und der Begründung „erschüttert“

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Stolberg. Der Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, zeigt sich angesichts der Entlassungen bei Prym und der Aussagen des Konzerngeschäftsführers der Prym-Gruppe erschüttert.

„Das ist ein Angriff auf die Prinzipien der Mitbestimmung, des Tarifvertragsgesetzes und die Wahrung von Arbeitnehmerinteressen. Wo sind wir in Deutschland hingekommen, wenn ein Unternehmen seine Belegschaft mit Arbeitsplatzabbau bestraft, weil sie nicht bereit waren, auf tarifvertraglich geregelte Mindestbedingungen zu verzichten“, sagt Knut Giesler über die in der Presse getätigten Aussagen des Konzerngeschäftsführers Jens Waldau.

Gemeint ist, dass Waldau damit zitiert wird „Wir hätten nicht nach Alternativen für Stolberg suchen müssen, wenn die Belegschaft unserem Vorschlag zu einer fünfjährigen Arbeitsplatzgarantie knapp unterhalb der Bestimmungen des Tarifvertrages gefolgt wäre“.

„Diese Aussage bestätigt unverhohlen, dass die Prym-Gruppe den Versuch unternimmt eine Belegschaft dafür zu bestrafen, dass sie im letzten Jahr von ihren grundgesetzlich garantierten Rechten Gebrauch gemacht hat“, stellt Giesler klar.

Die Belegschaft hatte angesichts der positiven wirtschaftlichen Lage einen Vorschlag, der eine Reduzierung der Tarifgehälter um bis zu zehn Prozent, eine deutliche Kappung von Weihnachts- und Urlaubsgeld und eine mögliche Entlassung von 15 Prozent der Beschäftigten beinhaltete, zurückgewiesen und eine Umsetzung des Tarifergebnisses der Metall- und Elektroindustrie erreicht.

Der Bezirksleiter der IG Metall NRW: „Wenn es so ist, dass das Unternehmen Prym-Fashion in der jüngeren Vergangenheit operativ Erträge erwirtschaftet hat, dann ist dieses Vorgehen umso verwerflicher und rüttelt an den Grundprinzipien unserer demokratischen sozialen Marktwirtschaft, die auch hinter den Werkstoren der Prym-Gruppe Geltung haben.“

Der IG Metall Bezirksleiter Knut Giesler ist mit der Prym-Gruppe bestens vertraut, da er als Geschäftsführer der IG Metall Wuppertal den ehemals dort befindlichen Prym-Standort betreut hat. Paradoxerweise handelt es sich bei der beabsichtigt zu verlagernden Fertigung, um wesentliche Bestandteile der Fertigung, die von Wuppertal nach Stolberg verlagert worden ist.

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