Stolberg - IG Metall Stolberg zeigt Bilanz der vergangenen Monate

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IG Metall Stolberg zeigt Bilanz der vergangenen Monate

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Unser Foto zeigt: Karl-Josef Heller, Martin Peters und Michael Gaugel (v.l.). „Juppi“ Heller war als Betriebsratsvorsitzender der Albert Hoffmann GmbH im Ortsvorstand der IG Metall. Er scheidet aus Altersgründen aus. Der Betriebsratsvorsitzende der Albert Hoffmann GmbH, Michael Gaugel, wurde von den Delegierten einstimmig als neues Mitglied des Stolberger Ortsvorstands gewählt. Foto: Jennifer Schade

Stolberg. Bei der Delegiertenversammlung der IG Metall Stolberg stellte der 1. Bevollmächtigte, Martin Peters, jetzt den Geschäfts- und Kassenbericht vor. Peters erinnerte daran, dass die Gewerkschaft bei Aurubis von Ende Mai bis Mitte Juni einen Standortsicherungstarifvertrag verhandelt hat.

Anlass war der Antrag des Arbeitgeberverbands für Aurubis Stolberg auf eine Abweichung vom Tarifvertrag gemäß den Regularien des Pforzheimer Abkommens. Am Ende stand ein Standortsicherungstarifvertrag über sechs Jahre ab dem 1. Oktober 2017, der die Beschäftigten in den ersten beiden Jahren zu 2,5 Stunden kostenloser Mehrarbeit, in den Jahren drei und vier zu 1,5 Stunden kostenloser Mehrarbeit um im fünften Jahr zu einer Stunden kostenloser Mehrarbeit verpflichtet.

Als Gegenleistung erhalten sie neben der Zusicherung, dass das Werk mindestens bis 2023 erhalten bleibt, den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Außerdem gibt es noch eine betriebliche Altersvorsorge, die seitens des Arbeitgebers mit 30 Prozent zum Arbeitnehmeranteil bezuschusst wird

„Einen besonders krassen Fall hinsichtlich der Durchsetzung von Demokratie hinter dem Werkstor mussten wir bei der Firma Senges GmbH in Stolberg erleben“, betonte Peters. Es ging um die Gründung eines Betriebsrates. Doch dann habe man eine besondere Erfahrung machen müssen. Der Geschäftsführer habe seine Angestellten zu einer Versammlung eingeladen, wo diese mit der Aussage konfrontiert worden seien, dass er, wenn sie mit der Betriebsratswahl ernst machen würden, den Betrieb schließen würde.

In Einzelgesprächen

Peters: „Drei Wochen später wurden die Mitarbeiter der Firma wiederum zu einer Versammlung einbestellt. Aus der Versammlung wurden sie wiederum in Einzelgespräche genötigt, wo man ihnen Änderungskündigungen aushändigte, die ihren Lohn auf ein brutto von 1500 Euro absenken sollten, was weniger als der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro je Stunde wäre.“

Die Kolegen hätten sich über Kündigungsschutzklagen zur Wehr gesetzt. Die Prozesse liefen noch. Seit Anfang Juni habe sich der Betriebsrat dennoch konstituiert. Peters: „Es wird sich zeigen, ob der Arbeitgeber bei Senges den notwendigen Respekt vor den Gesetzen und Regeln in unserer Wirtschaftsdemokratie hat.“ Normalerweise wäre an dieser Stelle wieder der Running – Gag aus meinen letzten Berichten fällig.

Zur Insolvenz bei Peltzer teilte Peters mit, dass die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan inzwischen zugestimmt habe, so dass das Verfahren wahrscheinlich zu Anfang Oktober aufgehoben werden könne. Den Mitgliedern konnte Peters auch den Umzug der Geschäftsstelle verkünden. Ab dem 1. Januar 2018 residiert die IG Metall im Burg Center. Barrierefrei erreichbar.

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