IG Metall setzt auf enge Zusammenarbeit von Düren und Stolberg

Von: bugi
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Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall in Düren, Paul Zimmermann, wünscht sich engere Kooperationen mit Stolberg. Foto: B. Giesen

Düren/Stolberg. Es ist nicht so, als ob der IG Metall die Mitglieder scharenweise wegrennen würden. Im Gegenteil. „Wir nehmen jeden Monat mehr neue Mitglieder auf, als wir Austritte verzeichnen“, betont Dürens 1. Bevollmächtigter Paul Zimmermann.

Trotzdem stellt sich auch für die Gewerkschaft die Frage, wie man möglichst effizient die Interessen der Mitglieder vertreten kann. Seit einem Jahr bereits sucht man neue Wege der Kooperation, hat im Juni 2016 eine „Überkreuz-Geschäftsführung“ mit der Geschäftsstelle Stolberg/Eschweiler vereinbart und vertritt so gegenseitig gemeinsam rund 10000 Mitglieder.

Die Kräfte bündeln, nennt man so einen Schritt, wenn man Synergieeffekte schaffen will. Die haben mit zwei Entwicklungen zu tun: Trotz der Neuaufnahmen verlieren beide Geschäftsstellen Mitglieder: „Wir haben mit den ältesten Mitgliederbestand im Bezirk und verzeichnen über 160 Sterbefälle im Jahr. Das ist kaum zu kompensieren“, erklärt Zimmermann.

Die zweite Entwicklung: Von den Hauptamtlichen in beiden Geschäftsstellen (je 4,5 Stellen) werden bis zum Jahr 2020 gleich mehrere altersbedingt ausscheiden. Zimmermann: „Wir überlegen deshalb gemeinsam, wie wir ein zukunftsfähiges Personalkonzept erstellen können.“

Zimmermann selbst ist als 1. Bevollmächtigter der Geschäftsstelle Düren noch bis 2020 gewählt und wünscht sich mit dem anstehenden personellen Umbruch eine Verjüngung, wie er in Stolberg mit dem 1. Bevollmächtigten Martin Peters bereits vollzogen worden sei. Ob es langfristig überhaupt zu einer Fusion der beiden Geschäftsstellen kommen wird, ist noch offen.

„Dazu gibt es derzeit keine Beschlüsse. Erst im 2. Quartal 2019 wird eine Delegiertenversammlung entscheiden, in welchem Rahmen die Wahlen 2020 stattfinden werden, ob es dann nur noch eine Geschäftsstelle geben wird, oder andere Optionen auf dem Tisch liegen werden.“ Dieser Prozess, erklärt Zimmermann weiter, werde moderiert, zusätzlich habe man einen Kooperationsbeirat gegründet.

Eines ist allerdings klar: „Die beiden Büros in Düren und Stolberg stehen nicht zur Disposition und bleiben auf jeden Fall erhalten. Wir wollen auch künftig in der Fläche Präsenz zeigen und die Betreuungsqualität in den Betrieben und die Beratung der Mitglieder nicht einschränken“ – unabhängig von der Frage, ob sich 2019 die Delegierten der IG Metal für eine stärkere Kooperation oder gar eine Fusion der beiden Geschäftsstellen entscheiden sollten.

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