IG Metall beklagt Verlust von 700 Arbeitsplätzen

Von: gro
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Nicht immer lief die Produktion in Stolberg auf vollen Touren. Viele Arbeitnehmer waren 2009 von Kurzarbeit betroffern. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Bilanz fällt ernüchternd aus, die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie hart getroffen. „Das war ein ganz schweres Jahr für viele Stolberger” stellt Helmut Wirtz fest.

Der Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Stolberg/Eschweiler hat im laufenden Jahr den Verlust von rund 700 Arbeitsplätzen gezählt. „Hinzu kommen noch insgesamt rund 3000 Kollegen, die in den vergangenen zwölf Monaten von Kurzarbeit betroffen waren”, resümiert Wirtz. „Ein Teil der Mitarbeiter hat Nettoverluste von monatlich bis zu 1000 Euro hinnenehmen müssen, und das zum Teil über ein halbes Jahr. Dies hat manche Familie in schlimmste Existenznöte gebracht.”

Vor allem im dritten Quartal hätten zudem Tarifabweichungen, die aus wirtschaftlichen Gründen akzeptiert werden mussten, „weitere Löcher in die Familienkassen gerissen”. Und ein Ende der Entwicklung sieht der Geschäftsführer noch nicht. „Mit dieser schlechten Stimmung gehen wir in das neue Jahr. Und es ist zu befürchten, dass längst nicht jeder, der jetzt Arbeit hat, diese auch 2010 behalten wird.”

Die Krise auf dem Weltmarkt und in den Betrieben bekommt auch die IG Metall immer mehr zu spüren. Die Zahl der Mitglieder ist mittlerweile auf 5480 gesunken und liegt damit 80 unter dem Vorjahresniveau.
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