IG Mausbacher Vereine: Kein Nachfolger in Sicht

Von: Dirk Müller
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Allein auf weiter Flur: Peter Jussen steht nicht mehr als Vorsitzender für die IG Mausbacher Vereine zur Verfügung. Auch die Zukunft des Bürgerhauses ist jetzt ungewiss. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Bereits auf der Generalversammlung der Interessengemeinschaft Mausbacher Vereine vor zwei Jahren kündigte der amtierende Vorsitzende, Peter Jussen, an, zukünftig für den Vorsitz nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Auf allen folgenden Versammlungen erinnerte er daran, das Amt definitiv nicht weiterhin ausüben zu können und mahnte die Suche nach einem Nachfolger an. Bis heute vergeblich, denn knapp zwei Wochen vor den anstehenden Vorstandswahlen der IG ist immer noch kein designierter 1. Vorsitzender in Sicht. Dem Verein droht die Auflösung.

Seit 1987 besteht die IG, deren Tätigkeit über die bloße Interessenvertretung der Mausbacher Vereine hinausgeht: Der Verein verwaltet auch das Bürgerhaus im Stadtteil. Dies wird nicht nur von den Vereinen genutzt, sondern erfreut sich großer Beliebtheit bei der Bevölkerung. „Von Kommunion über Hochzeit, Geburtstag und Jubiläum bis hin zur Silvesterparty feiern die Mausbacher hier ihre Feste. Mit 70 bis 80 privaten Veranstaltungen jährlich ist das Bürgerhaus gut ausgelastet”, erläutert Jussen.

Finanziell gesund

Im Erdgeschoss befindet sich ein Gesellschaftsraum für bis zu 120 Personen, im Keller ein weiterer mit einer Kapazität von bis zu 80 Personen. Beide Räume sind mit moderner Theke, neuwertiger Bestuhlung und Beschallung ausgestattet und von der IG renoviert. Küche und Geschirr sind vorhanden und die Räumlichkeiten können von der Bevölkerung für 120 Euro zuzüglich Endreinigung gemietet werden. Von diesen Einnahmen bestreitet die IG Mausbacher Vereine die kompletten Betriebskosten des Bürgerhauses sowie Instandhaltung und Renovierung.

Der Verein sei finanziell gesund, betont Jussen: „Wir haben einen positiven Kassenstand, obwohl wir nie darauf hin gearbeitet haben, Beträge anzuhäufen. Einnahmen, die nach Zahlung der Betriebskosten übrig blieben, haben wir in das Bürgerhaus investiert”, beschreibt der 56-Jährige die Verwaltung des Bürgerhauses durch die IG. Zwar zahle man keine Miete an die Stadtverwaltung, diese habe aber ihrerseits weder Betriebskosten, noch Aufwand für einen Hausmeister oder die Verwaltung.

Sollte allerdings weiterhin kein Nachfolger für den Vorsitzenden gefunden werden können, werde die IG Mausbacher Vereine sich auflösen müssen und die Zukunft des Bürgerhauses für Vereine und Bevölkerung ungewiss sein, hadert Jussen. Der Hauptkommissar, der politisch stark engagiert ist, wird mit Rücksicht auf seine Familie den Vorsitz auf der Jahreshauptversammlung am 21. April niederlegen und hofft, dass es einen neuen Kandidaten für das Amt geben wird.

Jussen sieht vor allem die Mausbacher Karnevalsgesellschaft Löstige Wölleklös in der Pflicht, da sie das Bürgerhaus mit Gelände und WC-Anlagen häufig nutze: „Wenn der KG am Fortbestand des Bürgerhauses gelegen ist, wäre es nur logisch konsequent, wenn die Löstigen Wölleklös den Vorsitzenden der IG Mausbacher Vereine aus ihren Reihen stellen würden. Ihr Verein profitiert schließlich am meisten von dem Bürgerhaus.”
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