Humorvolles Konzert mit Altstadtmusikanten im „Piano“

Von: Toni Dörflinger
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Darbietung auf hohem Niveau: Dieter Kluge, Jo Schulte, Andreas Former, Fred Dahmen (verdeckt), Helmut Collas, Klaus Elbern und Egon Kneer (v.l.) sorgten für abwechslungsreiche Musik. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Die Altstadtmusikanten muss man einfach live vor Ort erleben. Denn nur dann ist auch garantiert, dass man neben internationalen Folk mit Stolberger Einschlag ebenfalls in den Genuss von Situationskomik und Improvisationstalent kommt.

Für diese humorvollen Einlagen war ähnlich wie bei den Vorgängerkonzerten einmal mehr Helmut Collas verantwortlich, der unter anderem den liebestollen „Bratislava“ mimte, indem er eine schwarze Perücke auf dem Kopf trug und den Oberkörper in Richtung Publikum schob. Begleitet wurde Collas dabei von seinen Bandkollegen, die die dazu passende Musik lieferten: Ort dieser Szenen war die Altstadtkneipe Piano, in der das aus sieben Musikern bestehende Traditionsensemble neben situationsbedingter Comedy auch A-capella- Gesang und Songs aus Irland, Frankreich und den USA bot.

Von einer großen Vielfalt war dabei nicht nur die Musik, sondern auch die zum Einsatz kommenden Instrumente gekennzeichnet. Denn neben Gitarre, Geige, Posaune, Akkordeon und Mundharmonika, wurden auch nicht alltägliche Instrumente wie Banjo, Zither, Ukulele, Tinwhistle und Boudhran genutzt. Mit gleich zwei instrumentalen Besonderheiten konnte Helmut Collas aufwarten. Neben zwei Löffeln als Rhythmusinstrument setzte er einen ansonsten nur zum Wäschewaschen geeigneten Kunststoffbottich ein, um darauf dumpfe Basstöne zu erzeugen.

Folgerichtig nennt Collas sein eigentümliches Instrument volkstümlich auch „Waschbüttenbass“. Von einem vielseitigen Repertoire was das gebotene Liedgut geprägt. So kamen unter anderen Titel wie „Wild Cat Blues“, „Brahms“ und „Mädcheninternat“ zum Einsatz. Und je länger das Konzert dauerte, desto mehr gerieten die Altstadtmusikanten, die neben Collas aus Fred Dahmen, Klaus Elbern, Andreas Former, Dieter Kluge, Jo Schulte und Egon Kneer bestanden, so richtig in Fahrt. Den dicht gedrängt stehenden oder sitzendem Publikum gefiel die abwechslungsreiche Darbietung.

So wurde denn eifrig zum Takte der Musik geklatscht und wenn bekannt, die eine oder andere Liedpassage durch eigenen Gesang wirkungsvoll verstärkt. Fortgesetzt wird die Live-Musik im „Piano“ bereits am kommenden Samstag, 21. Dezember, 21 Uhr. Dann ist Carlos Cachafeiro an der Reihe, dessen legendäre Weihnachtssause schon Kultstatus besitzt und immer wieder ein Publikumsmagnet ist.

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