Stolberg - Humor und Magie von einem Tausendsassa der Unterhaltungskunst

Humor und Magie von einem Tausendsassa der Unterhaltungskunst

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Gute Laune „En de Kess“: Bruno Ehm (Mitte) und zwei „Sheriffs“ aus dem Publikum amüsieren die Zuschauer so köstlich, dass Tränen gelacht werden. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Das Fazit kann nur lauten: „Premiere geglückt!“ Der Stolberger Bruno Ehm hat in der Gaststätte „En de Kess“ erstmals seine neue Comedy-Zaubershow gezeigt – obwohl er die Kupferstadt bereits vor rund 14 Jahren verlassen hat. Dementsprechend räumte Ehm ein: „Ich bin tierisch aufgeregt, weil es die Premiere meines neuen Programms ist und dazu noch in meiner eigenen Stadt.“

Als er gehört habe, dass er für 4000 Euro mit seiner Show in Stolberg auftreten könne, habe er nicht lange gezögert: „Ich habe das Geld sofort an den Veranstalter überwiesen.“ Wie er sich dies leisten konnte, demonstrierte Bruno Ehm mit dem ersten magischen Trick, bei dem aus einem Zehn-Euro-Schein ein 20er-Schein wurde. Das Publikum warnte er vor: „Jeder kann mein Opfer sein.“ Was sich bewahrheiten sollte, denn immer wieder rekrutierte der Künstler aus dem Publikum mehr oder weniger Freiwillige, die bei der interaktiven Show mitwirkten. Nachdem Ehm eine leere Coladose mit einem Zaubertrick wieder gefüllt hatte, schonte er sein „erstes Opfer“, das sich bei einer Mutprobe einen Colabecher über den Kopf schütten musste – die Flüssigkeit hatte Ehm allerdings zuvor weggezaubert.

Zwischen den verblüffenden magischen Vorführungen machte Ehm viele lustige Scherze. Darunter auch einige „Teebeutelwitze, die etwas länger ziehen“. Ehm ist Schauspieler und singt Kinderlieder, und bei seiner neuen Show „Ne Runde Spaß ist zauberhaft“ stellte der Tausendsassa der Unterhaltungskunst seine Wandlungsfähigkeit und seinen künstlerischen Facettenreichtum eindrucksvoll unter Beweis. Als Comedian und Zauberer vereinte er Humor und Magie, doch dabei beließ Ehm es nicht. Er sang zum Beispiel einen eigenen Text zur Melodie von „We will rock you“ und präsentierte als „Frederic Bruno“ eine Varieté-Nummer.

Kaum hatte Bruno Ehm erzählt, dass er in jungen Jahren Messdiener in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt war, schlüpfte er in die Rolle des Pfarrers „Luzifer Feingeist“ und sprach das „Wort zum Sonntag“ über das Thema „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ – und gab damit eine Kostprobe von feinem gesellschaftspolitischen Kabarett. Mit einer Assistentin aus dem Publikum versuchte Ehm sich in Hypnose, und „in Trance“ erlebten die Zuschauer weitere lustige Zaubertricks. Aus den Reihen des Saals der Gaststätte „En de Kess“ holte Ehm zwei „Sheriffs“ für eine Nummer, die das Publikum Tränen lachen ließ. Bruno Ehm gab eine schrullige Indianerin und zeigte Entfesselungskünste, wobei er die beiden „Sheriffs“ zu wahren schauspielerischen Höchstleistungen anspornte.

In lockerer sympathischer Manier improvisierte Ehm oft humoristisch, seine magischen Tricks zeugten von solide erlernter Zauberkunst. Die Mischung und das Multitalent Bruno Ehm kamen beim Publikum bestens an, und das gut zweistündige neue Soloprogramm „Ne Runde Spaß ist zauberhaft“ unterhielt die Zuschauer glänzend und kurzweilig.

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