Stolberg-Münsterbusch - „Hoyer“-Gelände: Aus dem Ärgernis wird eine Wohnanlage

„Hoyer“-Gelände: Aus dem Ärgernis wird eine Wohnanlage

Von: Dirk Müller
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Die reizvolle Architektur der Fabrik, die im Jahr 1912 vom „Allgemeinen Konsumverein“ als Bäckerei erbaut wurde, soll äußerlich erhalten bleiben. Im Inneren sollen moderne und barrierefreie Wohnkonzepte realisiert werden.
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Noch ist das Areal rund um die Ruine verwildert, doch bald soll an der Prämienstraße eine zeitgemäße Wohnanlage für alle Generationen entstehen. Foto: D. Müller

Stolberg-Münsterbusch. Seit bereits 14 Jahren ist das Gelände und die zusehends verfallende ehemalige Kartonagenfabrik „Hoyer“ ein großes Ärgernis für die Münsterbuscher. Unmittelbar gegenüber der Kirche ist das Grundstück verwildert und teilweise zu einer illegalen Müllhalde verkommen. Die Ruine auf dem „Schandfleck“ des Stadtteils stellt zudem eine Gefahrenstelle dar, da marode Gebäude- und Dachteile herabstürzen können.

Doch bald ist das Ärgernis Geschichte, und dabei gibt es für Münsterbusch gleich mehrere gute Nachrichten. Gelände und Gebäude sind jetzt im Besitz der Eheleute Vera und Kurt Pidun sowie der „PH-Hausbau GmbH“ aus Herzogenrath.

Und die neuen Besitzer werden in das Areal investieren. „Wir wollen mit den baulichen Maßnahmen noch in diesem Jahr beginnen und visieren den Herbst an“, sagt Architekt Kurt Pidun und benennt das Investitionsvolumen auf rund fünf Millionen Euro. Entstehen soll eine moderne und altersgerecht Wohnanlage, und eine weitere gute Nachricht ist: „Die äußere Optik des architektonisch sehr reizvollen Gebäudes wird erhalten bleiben.“ Das Hauptgebäude der alten Kartonagenfabrik, die im Jahr 1912 von dem „Allgemeinen Konsumverein“ als Bäckerei erbaut wurde, soll mit 14 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern bestückt werden. „Es wird einen Fahrstuhl geben, und die Wohnungen, die teilweise auch als Lofts mit Loggien beziehungsweise Dachterrassen geplant sind, werden barrierefrei sein“, erläutert Kurt Pidun.

Die eingeschossigen Anbauten sollen um ein Stockwerk erweitert werden. „So können wir fünf kleinere Häuser mit 80 bis 90 Quadratmeter Wohnfläche und separaten Eingängen daraus machen. Aus den Parkplätzen in diesem Bereich werden Vorgärten für die Häuser“, beschreibt der Architekt. Für Ersatz sollen einerseits auf dem brachliegenden Grünstreifen in der Sackgasse gegenüber der Fabrik neue Parkflächen entstehen.

„Zudem werden wir Parkraum in einer Tiefgarage schaffen“, sagt Kurt Pidun, dass für alle Wohnungen ausreichend Parkplätze in Form von Außengaragen, Stellplätzen oder in besagter Tiefgarage zur Verfügung stehen werden. Das gelte auch für den geplanten Neubau, der an der Nordseite quasi parallel zum benachbarten Einkaufszentrum errichtet werde.

Dort sollen weitere 16 Einheiten mit altersgerechten Eigentumswohnungen entstehen. „Die Gesamtwohnanlage ist so geplant, dass sie sich harmonisch in die nähere Umgebung einfügen wird“, sagt Kurt Pidun.

Von Bäumen umsäumt

Dementsprechend werde sowohl die Altsubstanz des Fabrikgebäudes erhalten bleiben, als auch weitgehend der Baumbestand: „Unser Ziel ist es, dass die neue Wohnanlage durchgängig von Bäumen umsäumt ist.“ Das Engagement und die konkreten Pläne der Investoren werde nicht nur von der Stadtverwaltung sehr begrüßt, sondern finde bestimmt auch das Wohlgefallen der Münsterbuscher, ist sich Bürgermeister Tim Grüttemeier sicher: „Der Stadtteil ist das Sorgenkind los und wird durch die neue Wohnanlage aufgewertet. Das Projekt ist ein großer Gewinn für ganz Stolberg.“

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