Hommage an einen großen Sohn der Stadt

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Erinnern an einen großen Stolberger: Christa Oedekoven, Sebastian Wenzler (Museumsleiter) und Ina Dahmen (l./Kuratorin der Ausstellung).
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im Gedächtnis an Karl Fred Dahmen sollen Zeichnungen und Frühwerke des Künstlers gezeigt werden, der aus Stolberg stammt.

Stolberg. Werke des bekannten Stolberger Künstlers Karl Fred Dahmen sind vom 12. Oktober bis zum 1. Februar nächsten Jahres im Museum Zinkhütter Hof zu sehen. Der in Stolberg geborene und aufgewachsene Maler Karl Fred Dahmen wurde mit seiner Informel-Malerei über die Grenzen Deutschlands hinaus berühmt.

Seine Werke werden von Experten dem Tachismus zugerechnet, einer besonderen Richtung des Informel in der abstrakten Malerei. Im Tachismus versucht der Künstler, spontane Empfindungen und das Unbewusste unter Vermeidung jeder rationalen Kontrolle durch Auftrag von Farbflecken auf eine Leinwand darzustellen.

In den USA entstand etwa zeitlich parallel im abstrakten Expressionismus mit dem Action Painting eine eng verwandte Malmethode, oft werden beide Bezeichnungen auch synonym verwendet. Neben Dahmen zählt der noch lebende Malerfreund Karl Otto Götz zu den bekannten Vertretern dieser Kunstrichtung. Ganz im Gegensatz zu diesen Werken, die aktuell im Kunstmarkt gesucht werden und hohe Preise erzielen, stehen die so genannten „Brotbilder“ der Nachkriegszeit.

In den frühen Jahren seiner freiberuflichen Tätigkeit nahm Dahmen viele Auftragsarbeiten an, die in der „In-Memoriam-Ausstellung“ in der Villa Museum Zinkhütter Hof gezeigt werden. Dahmen selber hat diesen eigenen Frühwerken späterhin keine Aufmerksamkeit geschenkt; im Gegenteil, im Rahmen seines Aufstiegs zum Kunstprofessor in München, hat er sich von den frühen Werken distanziert. Aus dem Nachlass und aus Privatbesitz werden ausschließlich frühe Arbeiten gezeigt; zum Teil entstanden sie in Kriegszeiten hinter der Front bzw. in der Kriegsgefangenschaft. Um den künstlerischen Nachlass kümmert sich das Auktionshaus Van Ham in Köln und die Familie Dahmen, allen voran die Enkeltochter des Künstlers, Ina Dahmen, die als Kuratorin der Ausstellung den größten Teil der Werke ausgesucht und beigetragen hat.

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