Holger Schulz regiert als Holli I. die Stolberger Jecken

Von: Dirk Müller
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Die designierte Stolberger Tollität Holger Schulz (Mitte) wird von Heinz Hartmann (rechts), Präsident der Ersten Großen, vorgestellt, der amtierende Regent Kurt II. (Schiffer) übergibt die Prinzenkappe. Foto: D. Müller

Stolberg. „Der frühe Holli fängt den Narr“, könnte ein geflügeltes Wort in Kupferstädter Manier abgewandelt werden, denn schon jetzt ließen die Erste Große KG und das Stolberger Karnevalskomitee „den Prinzen aus dem Sack“: Holger Schulz wird in der kommen Session als „Holli I.“ die Jecken der Kupferstadt regieren.

Nicht unschuldig daran sei die noch amtierende Tollität Kurt II. (Schiffer), erklärt Schulz: „Kurt hat im vergangenen Jahr gesagt, er werde Prinz, wenn ich nachfolge. Er hat eine fantastische Session hingelegt, und jetzt stehe ich gerne zu meinem Wort und freue mich unheimlich auf meine eigene jecke Regentschaft.“

Kurt hat geholfen

Gespielt habe Schulz schon öfter mit dem Gedanken, Stolberger Prinz zu werden. „Deshalb bin ich Kurt dankbar, denn er hat geholfen, meinen heimlichen Wunsch in die Tat umzusetzen.“ In der karnevalistischen Landschaft der Kupferstadt ist Schulz kein Unbekannter: Der 54-Jährige ist seit 2 x 11 Jahren Mitglied der Ehrenhut der Ersten Großen, seit neun Jahren ist er Oberehrenhut und seit drei Jahren Vizepräsident der Ersten Großen. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Schulz ehemaliger Ehrensenator auf Zeit der KG Enne Alleen ist. Der designierte Prinz ist zudem Mitglied in mehreren anderen Stolberger Vereinen, gehört etwa dem Vorstand des FC Adler Büsbach an, bei dem sein Sohn Max Fußball spielt, und ist Mitinitiator des Projektes „pro Grün“ für einen Kunstrasenplatz auf dem Kranensterz.

Auch der weibliche Teil seiner Familie ist stark karnevalistisch engagiert. Seine Ehefrau Elke Schulz hat zum Beispiel schon viele Reden für Kindertollitäten geschrieben. Tochter Eva Schulz tanzt seit Jahren bei der Ersten Großen und wird ausgerechnet in der Session von „Holli I.“ zum ersten Mal als großes Mariechen der KG aktiv sein. Oberehrenhut Schulz sollte eigentlich über genügend Bühnenerfahrung verfügen, um als Stolberger Prinz die Jecken zu begeistern, aber „zwischen der Moderation der Mädchensitzung der Ehrenhut und etwa dem Abend, wenn ich im Münsterbuscher Jugendheim als neuer Prinz vorgestellt werde, liegen Welten“, räumt der Möbelspediteur ein.

Lampenfieber werde er also trotz viel karnevalistischer Erfahrung haben. „Aber die Aufregung verschmilzt mit der Vorfreude“, sagt Schulz. In seiner Session möchte er an bewährten Komponenten wie Hofstaat und eigenem Prinzenlied für stimmungsvolle Auftritte festhalten.

Programm „in der Mache“

„Ich möchte gerne jetzt schon mehr verraten, kann es aber noch nicht, denn das Programm ist noch in der Mache“, so der künftige Prinz. In guter Verfassung, die Regentschaft konditionell gut zu bewältigen, sieht Schulz sich schon durch seine Hobbys, zu denen Fußball, Skilaufen und Boule ebenso zählen wie Reisen, Essen und Trinken.

Stolberger Karnevalsprinz zu werden, sei für ihn selbstverständlich etwas ganz Besonderes, aber Schulz stellt klar: „Als Tollität bin ich selbst aber niemand Besonderes, sondern bleibe ein ganz normaler Stolberger Jong und Jeck.“

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