Stolberg-Schevenhütte - „Hokus, Pokus & Magie”: Ganz „Schevhött” steht Kopf

„Hokus, Pokus & Magie”: Ganz „Schevhött” steht Kopf

Von: Johannes Mohren
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Eine Gruppe mit großem Spaßfaktor: Die Wehebachtussies sind inzwischen ein fester Bestandteil des Schevenhütter Karnevals. Foto: J. Mohren

Stolberg-Schevenhütte. Schunkeln, lachen, tanzen, singen. Die fünfte Jahreszeit bricht an, und ein ganzes Dorf steht kopf. Rund 700 Einwohner zählt Schevenhütte, und wenn der Karneval ruft, dann lässt sich das hier kaum jemand entgehen.

Für ein Wochenende ist es vorbei mit der idyllischen Ruhe und Verschlafenheit im malerischen Wehetal. Dann lädt die CG Schevenhütte ins Zelt ein und macht den Ort für drei Tage zu einer Hochburg karnevalistischen Lebens. Die Galasitzung am Samstagabend ist ein Höhepunkt.

„Während andere Zelte immer leerer werden, haben wir in diesem Jahr wieder eine neue Reihe angebaut”, berichtet der Vereinsvorsitzende und Sitzungspräsident, Lars Krüger. Auf den Bänken und Stühlen an den langen Tischreihen im Festzelt herrscht bereits große Vorfreude auf einen lustigen Abend. Fünf Stunden sind veranschlagt. Viele der Besucher sind kostümiert, andere haben auf Verkleidung verzichtet, doch eins haben alle gemeinsam: Sie hoffen wollen den karnevalistischen Geist Schevenhüttes mitentfachen.

Tanzen auf Stühlen und Bänken

Ein Geist, der von Beginn an spürbar wird. Die Kölschrockband „De Halunke” bringt das Zelt zum ersten Mal zum Kochen, verwandelt es in ein Tollhaus. Erste Hüllen werden fallengelassen, Stühle und Bänke zu Tanzflächen umfunktioniert. „Ihr seid als Eisbrecher unbezahlbar. Jedes Jahr seid ihr mindestens einmal bei uns zu Gast, jeder hört und sieht, warum”, jubelt auch Lars Krüger, der mit dem siebenköpfigen Elferrat auf der Bühne Platz genommen hat. Hinter ihm erhebt sich das große Bühnenbild: „Hokus, Pokus & Magie - Schevhött verzaubert uns wie nie” prangt in großen Lettern am Sternenhimmel.

Einmal in Stimmung, wird jetzt jeder Auftritt gefeiert, der Abend nimmt Fahrt auf. Auch kleinere Pannen lassen sich mit viel Witz und Improvisationstalent ausgleichen. So spielt etwa der Sitzungspräsident persönlich für den Auftritt des „Scharwachmüssje” den lebenden Notenständer, das eigentlich angedachte Exemplar ist nicht aufzufinden. Der Büttenredner strapaziert die Lachmuskeln des Publikums mit seinen kleinen Geschichten, die ihren besonderen Reiz in der ausgeprägten Anlehnung an das Schevenhütter Leben haben. Immer wieder richten sich die Blicke im Festzelt auf die angesprochenen Gäste, die jedoch, typisch karnevalistisch, die Späße mit Fassung tragen und über sich selbst lachen können.

Großes Gelächter gibt es auch beim Auftritt der „hauseigenen” Wehebachtussies und der urkomischen Performance der Mütter, die sich nach Vorbild ihrer tanzenden Kinder auch zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben. Mit ihrer ganz eigenen Art sind sie ein fester Bestandteil der Karnevalskultur im östlichsten Dorf Stolbergs geworden.

Bevor die Band „Puddelrüh” mit den Jecken das Zelt rockte, rückten mit großem Gefolge die „Brander Stiere” an, denn neben den eigenen Kräften wird die Sitzung auch durch Auftritte befreundeter Vereine bereichert. Der singende Prinz der Gäste hinterließ ebenso bleibenden Eindruck wie die Showtanzgruppe „Brander Stierchen”. Bei ihnen dreht sich alles rund um den Ball.

Erinnerung an eine schöne WM

Mit ihren Kostümen und den Songs erinnern die Karnevalisten an die schönen WM-Monate 2006 und 2010, die Freude auf den Straßen und den Jubel beim Public-Viewing. Jubel, der auch in Schevenhütte bis tief in der Nacht aus dem Festzelt zu hören ist. Denn wenn die Jecken hier erst einmal anfangen zu feiern, ist um Mitternacht noch lange nicht Schluss.
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