Stolberg-Donnerberg - Höhenstraße: Es bleibt beim Status quo

Höhenstraße: Es bleibt beim Status quo

Von: Michael Grobusch
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Die auf der Seite der Grundschule aufgestellten Poller haben nach Ansicht der Verwaltung dafür gesorgt, dass Fußgänger die Höhenstraße sicherer überqueren können. Foto: M. Grobusch

Stolberg-Donnerberg. Ein hohes Verkehrsaufkommen, ein im zentralen Bereich großer Parkbedarf und zahlreiche Straßenüberquerungen - das sind die Charakteristika der Höhenstraße auf dem Donnerberg. Immer wieder gibt es deshalb Gesprächsbedarf zum Thema Sicherheit.

Am morgigen Donnerstag wird das in der Sitzung des Verkehrsausschusses wieder der Fall sein. Doch selbst wenn viele Worte fallen würden, dürfte sich an der Gesamtsituation wenig ändern. Denn für weitere Maßnahmen, die auf Verkehrsaufkommen oder Verkehrsfluss sowie auf die Parkplatzsituation einen Einfluss haben könnten, hat die Stadt Stolberg kein Geld - oder aber sie sieht keinen Bedarf.

Weitere Poller aufstellen

Als eine kostengünstige und vermutlich effektive Maßnahme führt die Verwaltung einzig das Aufstellen weiterer Poller im Bereich der Grundschule an. Vier Parkplätze waren auf der Seite der Schule vor einem halben Jahr abgesperrt worden, um die Sicht für die Fußgänger an der Signalanlage zu verbessern.

Die Verwaltung bewertet diese Maßnahme nach der Erprobungsphase sehr positiv, verweist aber zugleich auf einen Bericht der Polizei, die auf der gegenüberliegenden Seite immer wieder im Halteverbot abgestellte Autos ausgemacht hat. Poller könnten auch hier für Abhilfe sorgen, weitere Parkplätze würden hierdurch nicht entfallen.

Insgesamt gibt es im Bereich zwischen Heidestraße/Martinstraße und Oberer Donnerbergstraße 44 öffentliche Stellplätze. Dabei wird es wohl auch bleiben, denn die Verwaltung wird der Politik morgen unmissverständlich mitteilen, dass es trotz des vorhandenen Parkdrucks, der insbesondere durch die Kunden der örtlichen Geschäfte und Dienstleister bedingt ist, keine Möglichkeiten zur Herrichtung weiterer Flächen gibt.

Die schwierige Haushaltslage der Stadt lasse Investitionen nicht zu, erklärt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt. Und nicht nur das: Nicht finanzierbar seien zudem verstärkte Kontrollen zur Einhaltung des Halteverbotes. „Das hierfür erforderliche Personal steht nicht zur Verfügung und kann wegen der Haushaltslage auch nicht bereitgestellt werden”, betont Pickhardt.

Weniger schwer wiegt dieser Umstand im unteren und oberen Bereich der Höhenstraße. Zwischen Birkengangstraße und Heidestraße/Martinstraße, wo es nur eine einseitige Wohnbebauung gibt, wird die Parksituation von der Verwaltung als „entspannt” eingestuft. Das gilt auch für den Abschnitt zwischen Oberer Donnerbergstraße und Duffenterstraße.

Auch was den fließenden Verkehr angeht, sieht die Stadt nur wenig Handlungsmöglichkeiten - in diesem Fall allerdings ganz unabhängig von den Finanzen. „Für die Höhenstraße wurde bereits eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen, um die Durchfahrt für gebietsfremden Verkehr unattraktiv zu machen”, stellt Andreas Pickhardt fest. Aufgrund ihrer Lage zwischen L238 und K6 sei der Höhenstraße ihre Verbindungsfunktion allerdings nicht gänzlich zu nehmen.

Auf rund 65 Prozent beziffert der Fachbereichsleiter den Anteil des lokalen Verkehrs. „Weitere Maßnahmen zur Verdrängung des Verkehrs aus der Höhenstraße würden im Wesentlichen zu einer Mehrbelastung der benachbarten Straßen des Wohngebietes führen”, so Pickhardt.

Alleine mit dem Auftragen mehrerer Tempo30-Piktogramme auf der Fahrbahn in der Nähe von Kreuzungen kann sich die Stadt anfreunden. Ansonsten dürfte es auch unter diesem Gesichtspunkt beim Status quo auf der Höhenstraße bleiben.
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