Hochkonjunktur der Einbrecher: Augen auf von 16 bis 17 Uhr

Von: Luisa Houben
Letzte Aktualisierung:
Im Schutz der früh einbrechen
Im Schutz der früh einbrechenden Dunkelheit versuchen Verbrecher, unbemerkt in Wohnungen einzusteigen. Foto: imago/Jochen Tack

Stolberg. Alle vier Minuten passiert in der Bundesrepublik ein Einbruch. Das von den Tätern verwendete Werkzeug: oft ein ganz gewöhnlicher großer Schraubendreher, der Türen und Fenster in weniger als 30 Sekunden ohne große Anstrengungen öffnen lässt.

Besonders jetzt, da die dunkle Jahreszeit begonnen hat, heißt es daher für den Bürger, wachsam zu sein und sich zu schützen.

Bei der Veranstaltung im Rahmen des Programms „Riegel vor! Sicher ist Sicherer” im Stolberger Feuerwehrhaus informieren drei Experten Einbruchsopfer und Interessierte.

Manfred Beier vom Kriminalkommissariat 44 in Aachen, welches für Prävention sowie Opferschutz zuständig ist, und Norbert Winkler werden von Bernd Hollands, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister der Städteregion Aachen, unterstützt.

Vorgestellt wird auch das Netzwerk „Zuhause sicher”, ein landesweiter gemeinnütziger Verein. In der Schutzgemeinschaft arbeiten Polizei, Feuerwehr, Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Kommunen mit Unterstützung von spezialisierten Industrie- und Handwerksbetrieben sowie Versicherungen an Beratung zu und an der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen, um Einbrüchen und Bränden vorzubeugen.

Die Gelegenheit, die eigenen vier Wände gegen Einbruch zu schützen, stellt sich für viele Menschen bei einem Neu- und Umbau oder aber erst nach einem Überfall. Dabei wird nicht nur wertvolles und persönliches Hab und Gut gestohlen, sondern auch die eigene Lebensqualität des Bürgers in Mitleidenschaft gezogen.

Manch ein Opfer leidet sehr stark unter der Verletzung der Privatsphäre.

Es ist also wichtig, sich selbst zu schützen und es den Tätern nicht auch noch einfach zu machen.

„Hochkonjunktur ist zwischen 16 und 22 Uhr”, berichtet Norbert Winkler. „Achten sie vor allem darauf, dass Fenster und Türen nicht gekippt oder nur ins Schloss gezogen, sondern zweimal abgeschlossen sind!” Auch empfiehlt der Experte, Zeitschaltuhren zu installieren, damit eine unregelmäßige Beleuchtung den Anschein macht, dass jemand im Haus ist.

„Minimales Risiko und schnelle Beute sind das Ziel der Einbrecher,” erklärt Winkler. „Betrachten Sie ihre Wohnung doch einmal aus Sicht eines Verbrechers!”, rät der Experte den Zuhörern. „Ganz ohne kriminelle Energie finden Sie bestimmt die eine oder andere Stelle, die zu sichern ist.”

So können die richtige Sicherheitstechnik und das eine oder andere Extra nicht überflüssig sein. Einbruchssichere Türen und Fenster nach DIN, Gitter an Kellerfenstern oder Schächten und zusätzliche Schlösser lassen einen Versuch des Täters verhindern.

Sollte man sogar eine Alarmanlage installieren wollen, so gilt es, sich besonders gut zu informieren und auf fachgerechte Montage eines Fachmannes zu setzen.

Ein besonderer Aspekt im Kampf gegen Einbruch ist auch eine aufmerksame Nachbarschaft. Gegenseitige Hilfe schreckt Diebe ab und bietet ihnen kaum eine Chance zuzuschlagen. Vor allem gilt aber: Seien Sie wachsam! Und kommt Ihnen etwas verdächtig vor, so rufen Sie sofort die 110!

In Sachen Brandschutz macht Kreisbrandmeister Bernd Hollands deutlich, dass ein Rauchmelder Leben retten kann. Selbst ein einfacher Melder schlägt rechtzeitig Alarm, um die häufigste Todesursache bei Bränden, das Ersticken der schlafenden Bewohner, zu verhindern. In Zeiten der Vorweihnachtszeit heißt es, darauf zu achten, dass nicht Dekorationen Feuer fangen. Halten Sie daher für den Fall der Fälle eine Löschdecke bereit und scheuen Sie nicht, die 112 zu wählen!
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert