Hochglanz-Schau vor Zinkhütter Kulisse

Von: Dirk Müller
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Beim 1. Internationalen BMW-Tr
Beim 1. Internationalen BMW-Treffen ließen die Besucher gerne ihre Blicke über hochpolierte Exemplare schweifen - sehr zur Freude von deren stolzen Besitzern. Foto: D. Müller

Stolberg. Von quietschenden Reifen oder aufheulenden Motoren ist nichts zu hören. Es geht gesittet zu auf dem Gelände des Zinkhütter Hofs, wo wahre Auto-Enthusiasten ihre Prunkstücke zur Schau stellen.

„Auf Treffen wie diesen finden sich ?Verrückte im positiven Sinne. Es sind Auto-Liebhaber, die teilweise den ganzen Winter an ihrem Fahrzeug schrauben, um den Rest des Jahres ein individuelles Kfz zu fahren. PS-Rowdies sind nicht dabei, und das ist auch gut so”, erklärt Eckhard Braun. Er ist der Präsident des 2003 gegründeten BMW-Clubs Aachen, der das 1. Internationale BMW-Treffen in Stolberg ausrichtet - mit großem Erfolg.

Mehr als 200 Fahrzeuge

Bereits die 80 Voranmeldungen haben einen positiven Verlauf der Premiere versprochen, doch die tatsächliche Anzahl der Fahrzeuge bayrischer Produktion sprengt selbst optimistische Prognosen: Um 12 Uhr mittags sind mehr als 200 BMWs am Zinkhütter Hof zu bestaunen. Aus Städten wie Dortmund, Hagen, Solingen und Oberhausen, Mönchengladbach, Leverkusen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis sowie aus Belgien und den Niederlanden haben ihre Fahrer den Weg in die Kupferstadt gefunden. Der Blick der Besucher schweift über hochpolierte Exemplare, deren Besitzer stolz auf ihre oft einzigartigen Fahrzeuge sind.

Chromglänzende Felgen, aufwendige Speziallackierungen, Verbreiterungen, Spoiler, Flügeltüren und genauestens verarbeitete Innenausstattungen sind Ausdruck der Individualität von Auto und Fahrer. Ein Jahr lang war der Aachener BMW-Club mit der Organisation des Treffens beschäftigt. „Wir haben auch durch diverse Internet-Foren für die Veranstaltung geworben und sind natürlich sehr glücklich, dass die Resonanz von Teilnehmern und Besuchern gleich beim 1. Internationalen Treffen so groß ist”, freut sich Braun.

Er stellt in Aussicht, dass dies nicht die letzte Veranstaltung ihrer Art in Stolberg sein wird, zumal das Ambiente des Zinkhütter Hofs optimal sei: „Das Areal des Industriemuseums hat sehr viel Flair und Atmosphäre. Sowohl die modernen Tuning-BMWs als auch die Young- und Oldtimer passen hier wirklich gut hin.” Zwischen den eindrucksvollen vierrädrigen Vertretern der bayrischen Art lustwandeln nicht nur BMW-Fahrer und interessierte Besucher, sondern auch Mitglieder der Jury, denn Preise wie „Show and Shine” für die besten Tuning-BMWs winken. Der eine oder andere rechnet sich aber auch einen Pokal in der Kategorie „Car and Hifi” oder für die schönste Lackierung aus.

Auszeichnungen, auf die Alexandra und Marthè Ramaekers aus dem niederländischen Kerkrade es nicht abgesehen haben.

Wie eine Jacke, die man anzieht

Ihr grüner BMW 1502, Baujahr 1975 tritt in der Klasse der Young- und Oldtimer an. „Es ist mein erstes Auto überhaupt. Ich sage immer, es ist wie eine Jacke, die man anzieht und die dann hundertprozentig passt und dabei noch bequem ist”, beschreibt Marthè Ramaekers die Fortbewegung in seinem Kfz-Klassiker. Er hat den Wagen 1994 gebraucht gekauft und fährt ihn immer noch. Langes Stillstehen bekomme dem Fahrzeug ohnehin nicht, meint er: „1997 haben wir das Auto restaurieren lassen. Anschließend haben wir es ein halbes Jahr nicht gefahren, und prompt war die Kopfdichtung kaputt.” Außerdem sei der BMW zwar schön anzuschauen, aber noch schöner zu fahren.

Für die Ramaekers ist es kaum vorstellbar, sich von dem „alten Schätzchen” zu trennen. Als der Wagen wegen TÜV-Abnahme einen Tag nicht vor der Haustüre stand, hat Vater Ramaekers seinen Kindern „probeweise” vorgegaukelt, er sei verkauft. „Das Ergebnis war furchtbar. Unser Sohn hat bitter geweint, und unsere Tochter hat zwei Tage nicht mit mir gesprochen - obwohl der Wagen abends wieder da war”, erinnert er sich. Mittlerweile sind die Kinder erwachsen und fahren ihr eigenes Auto, wen wunderts: Marke BMW.
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