„Hit the road Jack“ als gefeierte Zugabe auf dem Flügel

Von: dö
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Die Pianistin Elena Butsch ließ Melodien russischer Komponisten und aus Musicals erklingen. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Flink eilten die Finger über die Tastatur. Am Bechstein-Flügel saß die ukrainisch-russische Pianistin Elena Butsch. Mit ihrer Darbietung, bestehend aus romantischen Klavierstücken, präsentierte sie den Gästen in der Altstadt-Kneipe „Piano“ ein Kontrastprogramm.

Schließlich sind ansonsten dort überwiegend fetzige Blues-, und Rockrhythmen zu hören. Für Butsch, die 1989 in Russland ihre musikalische Ausbildung begann und neun Jahre später in der Ukraine mit dem Diplom als Musikpädagogin und Pianistin ihren Abschluss machte, war dies aber kein Problem.

Nur von kurzen Pausen unterbrochen, spielte sie quasi ohne Unterlass Stücke, die überwiegend von den Werken russischer Komponisten geprägt waren. Begonnen hatte das zweistündige Konzert, bei dem auch Film- und Musicalmelodien zum Tragen kamen, mit den Stücken „Reilly“ und „Romance“ von Dmitri Schostakovitsch. Mit dem darauf folgenden Werk „Ave Maria“ von Guilio Caccini unternahm Butsch einen musikalischen Ausflug in das frühe 17. Jahrhundert. Abschluss des ersten Teils war dann die Musicalmelodie „From Cats“ des Komponisten Andrew Lloyd Webber.

Im zweiten Teil präsentierte die ukrainisch-russische Pianistin, die seit 1998 in Deutschland lebt und an der Music Academy Aachen als Dozentin für Klavierunterricht tätig ist, Stücke des russischen Komponisten Georgi Swiridow und des US- amerikanischen Pianisten Scott Joplin.

Gleichsam als Höhepunkt bat zum Abschluss des Konzertes Elena Butsch ihren Schüler Sven Meineke an den Flügel, um vierhändig das Franz-Schubert-Stück „Militärmarsch“ zu spielen. Das Publikum war begeistert. Immer wieder gab es langanhaltendem Szenenapplaus. Darum war es nur folgerichtig, dass die Pianistin ohne eine Zugabe nicht von der kleinen Bühne kam. Als Zugabe präsentierte sie das Stück „Hit the road Jack“ von Percy Mayfield. Auch wenn das Publikum voll auf seine Kosten kam, war die Pianistin nicht ganz zufrieden mit ihren Leistungen.

Denn nach eigenem Bekunden wurde der leicht verstimmte Flügel auf dem Podium ihren hohen Ansprüchen nicht gerecht. „Nur zu gerne hätte ich dem Publikum auch Stücke von Frédéric Chopin geboten. Aber die Qualität des Flügels lässt diese anspruchsvollen Musikstücke nicht zu“, versicherte die Künstlerin mit einem bedauernden Unterton.

Fortgesetzt wird Livemusik, im „Piano“, Burgstraße 26, am Samstag, 31. Oktober, um 20.30 Uhr, mit der Band „Six, Four & More“. Dann steht eine temporeiche Show auf dem Programm, die mit fetzigen Funkriffs, besinnlichem Blues und groovigen Soulnummern der 60er sowie klangvollem Rock der 80er Jahre, aufwartet.

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